Danke :) (Reiseberichte)

Krümelmonster, München, Samstag, 20.02.2021, 13:58 (vor 16 Tagen) @ J-C

1. Wien hättest du sicher kleinräumig umfahren können. Es gibt selbstverständlich entsprechende Busverbindungen, muss man einfach nur planen.

Vor allem muss man sowas erstmal wissen. Das Kästchen "Nur Verbindungen, die nicht durchs Wiener Stadtgebiet führen" gibt's nämlich nicht bei den ÖBB. ;-) Warum auch?^^

Ich skizziere dir mal eine mögliche Umfahrung nach heutigem Fahrplanjahr:

7:15 ab Bratislava - REX6 in Richtung Deutschkreutz - 7:41 an Parndorf Ort
7:48 ab Parndorf Ort - REX 64 nach Wulkaprodersdorf - 8:40 an Wulkaprodersdorf
8:42 ab Wulkaprodersdorf- REX6 in Richtung Wien - 8:58 an Ebenfurth
9:10 ab Ebenfurth - S60 in Richtung Wiener Neustadt - 9:23 an Wiener Neustadt Hbf

So weit war das tatsächlich meine Verbindung. B-)

9:38 ab Wiener Neustadt Hbf - REX3 in Richtung Wien Floridsdorf - 9:50 an Leobersdorf
10:14 ab Leobersdorf - R96 nach Weißenbach-Neuhaus - 10:42 an Weißenbach-Neuhaus
11:31 ab Weißenbach-Neuhaus - Bus 316 nach Hainfeld NÖ - 12:03 an Hainfeld NÖ

Wieder was gelernt ;-)
Ich hatte bei der Suche nach Busverbindungen überlegt, ob man südlich oder nördlich an Wien vorbeifahren könnte. Im Süden stehen ein paar Berge und die Abstände zwischen den Bahnstrecken sind sehr groß, deshalb hab ich das direkt verworfen. Nördlich vorbei wäre aus Richtung Marchegg kommend eh praktischer gewesen. Aber der Bahnhof Süßenbrunn liegt ja ganz knapp im Stadtgebiet, und irgendwie war dann dieses blöde Stammersdorf immer im Weg.^^
Aber: Ist bei solch einer Route mit Regionalzügen in der Metropolregion oder gar Bussen in den Vororten das Infektionsrisiko wirklich niedriger als bei der direkten Durchquerung auf schnellstmöglichem Weg?

12:08 ab Hainfeld NÖ - R54 in Richtung Schrambach - 12:26 an Traisen
12:30 ab Traisen - R55 nach St. Pölten Hbf - 12:54 an St. Pölten Hbf
Und von dort sollte es Möglichkeiten geben, nach Deutschland zu kommen. Ist doch easy-peasy :P

Mit dem RJX 62 um 13:00 Uhr wäre ich sogar ne Stunde früher in München gewesen.^^

Die Grenzkontrollen find ich vor allem deshalb affig, weil wir letztlich damit kaum was verhindern, wenn's nicht ernsthaft angegangen wird.

V. a. wenn man auf der Verbindung Berchtesgaden - München Verspätung bekommt, weil die deutsche Kontrolle des Meridians in Freilassing stattfindet. Wohlbemerkt Ende Juni, als keinerlei Reisewarnungen Richtung Osten vorlagen!
Die Züge aus Richtung Salzburg nach München waren den ganzen Sommer über verspätet, weil in Freilassing kontrolliert wurde, nachdem man in Salzburg minutenlang rumstand.

Also alle Grenzen dicht und nur sehr wenige sehr gut begründete Ausnahmen - nix Pendlerverkehr!

Oder man lässt es gleich sein.

Sobald eine Reisewarnung oder eine anders geartete Einschränkung der Reisefreiheit gilt, sollte der Reiseverkehr aus meiner Sicht durchaus auf wirklich notwendige Reisen beschränkt werden, und das sollte auch kontrolliert werden. Sonst würden sich viele nicht dran halten. Sieht man ja im aktuellen "Lockdown". Wenn sich alle daran halten, sollten Kontrollen dann ja auch recht schnell gehen. :p Dass Kontrollen nur an Staatsgrenzen stattfinden, ist in meinen Augen historisch gewachsen und nicht an den Anforderungen des Pandemie-Geschehens ausgerichtet.
Über die Ausnahmen kann man sich natürlich streiten... Aber sämtlichen Pendlerverkehr innerhalb Europas überall dort, wo (zufällig) eine Staatsgrenze dazwischen liegt, zu verbieten, kann auch keine Lösung sein. Dann würde nämlich nicht nur die Region Salzburg-Freilassing ordentlich Probleme bekommen.

--
Was Du suchst, ist in Dir. Ansonsten ist es im Kühlschrank. Bzw in der Kekspackung. :)


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