Seltsames [SK]-Schlängeln im saublöden Seuchenjahr – Kap 5/5 (Reiseberichte)

Krümelmonster, München, Freitag, 19.02.2021, 10:09 (vor 17 Tagen) @ Krümelmonster

Als ich am nächsten Morgen aufwachte, hatte ich in allen deutschen Bundesländern übernachtet. B-)
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468 Der Bahnhof der durchschnittlichsten Stadt Deutschlands – das Rätsel war trotzdem lösbar^^
Mein Highlight des Hannoveraner Bahnhofsvolks war ein Herr vor dem Bahnhof, der in Richtung einer älteren Reisenden rief: „Hallo!“
Sie reagierte nicht.
Er rief nochmal: „Hallo! Hallo Mama!!“
Irritiert drehte sich die Reisende um.
„Hallo, ich hab ne Klatsche!“
Ok, wow…

In Hannover hatte ich mein Hotel und nutzte die Stadt als Basis, um die schönen Städte der Umgebung zu entdecken (z. B. Lüneburg, Celle, Goslar, Hildesheim, Hameln). Dabei ging es aber wirklich um die Städte und gar nicht bis kaum ums Bahnfahren. Deshalb gibt es hiervon keinen Reisebericht. :p
Einzig loswerden möchte ich meinen Unmut, dass auch bei meinem zweiten Besuch in Hannover die Neustädter Kirche verschlossen war! Das Grab von Leibniz, dem Erfinder der Kekse, wäre mein Pilgerziel gewesen. -.-

Einer Urlaubstradition war ich ja schon gefolgt: Ich hatte mal wieder erfolgreich meinen Koffer geschrottet. B-) Irgendwie auch bezeichnend: Ich bin im saublöden Seuchenjahr nur ein Mal mit dem Koffer in den Urlaub gefahren, und da ging er kaputt. :D Die andere Tradition wandelte ich diesmal etwas ab: Ich bekam keine Erkältung, sondern vom vielen Laufen sehr heftige Schmerzen im rechten Knöchel. In Goslar bekam ich in einer Apotheke Voltaren-Schmerzgel empfohlen. Direkt vor der Apotheke setzte ich mich, schmierte es mir gleich auf den Knöchel und kam mir dabei vor wie ein alter Oppa. :-/ Das Zeug wirkte überhaupt nicht. Etwas später ging ich nochmal in eine Apotheke, schilderte die Situation und bekam Ibuprofen empfohlen. Ich nahm eine halbe Tablette. Die brachte auch nicht sofort Linderung. Dann nahm ich eben nochmal eine ganze.
Ich gehe davon aus, das war der Grund, warum ich mich für Goslar nicht ganz so sehr begeistern konnte – mit anderthalb Ibuprofen intus war mir einfach alles egal. :D

Der sechste Tag meines Aufenthaltes in Niedersachsen war schon wieder ein Montag. Ich hatte nochmal kurzarbeitsfrei. =) Für den 19-tägigen Urlaub brauchte ich also nur 10 Urlaubstage. B-)
Morgens fuhr ich mit dem IC2 nach Braunschweig (Abfahrt pünktlich, Ankunft + 6^^) und schaute mir tagsüber die Stadt an.
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469 IC2
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470 Wär’s bei Ankunft nicht spätér,
Wär’s nicht DB Fernverkehr…
(Beim 3. Mal gesprochen reimt sich das auch^^)

Nachmittags fuhr ich schließlich zurück nach München. Der ICE von Braunschweig nach Göttingen war pünktlich. Doch der von Göttingen nach München war einer technischen Störung erlegen und traf erst mit einer halben Stunde Verspätung ein. Ich stieg in den Zug, nichts tat sich. Nach ein paar Minuten ertönte eine Durchsage: „Unsere Abfahrt wird sich noch etwas verzögern. Hier möchte ein Rollstuhlfahrer aussteigen. Die entsprechende Hilfe war zwar angefordert, ist aber nicht eingetroffen. Bis zu deren Eintreffen müssen wir jetzt warten.“ Krasse Arbeitsmoral… Naja, immer mal was Neues – Arbeitsverweigerung hatte ich bislang noch nie als Verspätungsgrund, oder wenn dann war es nicht so offensichtlich. :p
Die Frau gegenüber von mir meinte: „Ich komm heute nicht mehr im Hellen nach Kassel, ich seh‘s schon." :D Die Frage ist ja eher, ob man Kassel bei Tageslicht wirklich sehen möchte. :p „Das muss ne ganz neue Strecke sein hier mit den vielen Tunneln“ – auch wenn beim Alter der Sprecherin „ganz neu“ relativ sein mag – trotzdem einfach nur nein. :p Noch etwas Neues bot die Zugchefin, indem sie jedes Mal sagte: „Thank you for choosing with Deutsche Bahn today“ Ich hoffe, die Bahn hatte auch Spaß an der Auswahl.^^
Vor München gab es mal wieder einen Brüller bzgl. sinnvoller Ansagen, als abends um neun als Anschluss die S-Bahn zum Flughafen durchgesagt wurde. Flugbetrieb gibt es ohnehin kaum, und selbst abgesehen davon gilt in München doch ein Nachtflugverbot. Aber wenn in der Vorgabe drin steht „S-Bahn zum Flughafen ansagen“, dann wird das natürlich ohne nachzudenken gemacht…^^
Im Laufe der Fahrt war die Verspätung von 37 auf 24 min gesunken.
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471 Alter Mann in Braunschweig
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472 Mal Abwechslung an Gleis 11 in Göttingen. :D Denn bei Offenbach hatte ein Zug die Oberleitung geschrottet und auf so einer peripheren Randstrecke dauerte die Instandsetzung natürlich einige Tage…
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473 Er hat’s geschafft…
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474 Hatz durch Hessen
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475 Fahrrad-Transport

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Was Du suchst, ist in Dir. Ansonsten ist es im Kühlschrank. Bzw in der Kekspackung. :)


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