Seltsames [SK]-Schlängeln im saublöden Seuchenjahr – Kap 5/5 (Reiseberichte)

Krümelmonster, München, Freitag, 19.02.2021, 10:10 (vor 13 Tagen) @ Krümelmonster

Nach meinen Touren der Vorjahre, wo ich gern jeweils 10 Länder beisammen hatte, hatte ich mich nun schon zusammengerissen und mich auf sechs Länder beschränkt.^^ Allesamt mit sehr niedrigen bis relativ niedrigen Infektionszahlen (zumindest während der Planung). In vier der Länder waren nur Aufenthalte von einigen Stunden geplant. Aber selbst dieses abgespeckte Programm klappte nicht. -.-
Falls man dieses Jahr ins Ausland „darf“, habe ich mir vorgenommen, mich wirklich nur noch auf ein Land pro Reise (plus eventuell Transit-Länder für die Anfahrt) zu beschränken. Ich habe mehrere Länder im Kopf, wo ich mir vorstellen kann, eine oder zwei Wochen durchgehend zu verbringen. (Die Slowakei ist übrigens nicht dabei, da kenne ich mittlerweile einfach fast alles.^^) Ein paar Tage vorher schaue ich dann, wo die Infektionszahlen gerade niedrig sind, und entscheide spontan. Und wenn ich danach in Quarantäne komme, dann ist es eben so, immerhin wäre das ja dann nach dem Urlaub und nicht mittendrin. Wenn man sich darauf vorbereiten kann, ist es ja nicht ganz so gravierend. Das gehört einfach zum normalen Risiko derzeit… Diese Gefahr besteht ja auch dann, wenn man nicht in den Urlaub fährt.
Aber erstmal schauen, wie der ganze Mist weitergeht… -.-

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476 Hier noch die zweite Tour im Streckennetz des Landes :D

Bevor ich zur Statistik komme, möchte ich noch einen Überblick über die Bahnstrecken in der Slowakei geben:
Von den noch existierenden Vollbahnen mit planmäßigem PV fehlen mir nur noch drei Strecken:
-- Trenčianska Teplá – Vlárský průsmyk (CZ) (12,6 km; seit dem Rückzug von Arriva PV nur mit je einem Zugpaar Fr & So)
-- Spišská Nová Ves – Levoča (12,7 km; PV nur zur Wallfahrt immer am ersten Juli-Wochenende – die ist im verfluchten Jahr natürlich ausgefallen)
-- Barca (nahe Košice) – Hidasnémeti (HU) (18,2 km; PV nur mit zwei täglichen Zugpaaren von/nach Budapest, die Strecke hatte ich ja geplant, aber wie beschrieben hatten die Ungarn was dagegen. Zwischenzeitlich war angedacht, ab Dezember des saublöden Seuchenjahres hier einen 2-h-Takt anzubieten, daraus wurde natürlich nichts, dann wollte man statt zwei Zugpaaren wenigstens drei anbieten, aber selbst das ist ausgefallen…)
Zudem noch ein paar Kleinbahnen mit regelmäßigem Betrieb:
-- Museumsbahn in Kysuce (6,8 km) bis zum Sedlo Beskyd, wo ich mit der Waldbahn Orava hingefahren bin (im saublöden Seuchenjahr kein Draisinen-Verkehr)
-- Museumsbahn um Čierny Balog östlich von Banská Bystrica (insg. 19,0 km – die längste mir noch fehlende Strecke in der Slowakei, die man realistischerweise befahren kann :D)
-- Kindereisenbahn am nördlichen Stadtrand von Košice (3,8 km)
Zudem halte ich sonstige Strecken für erwähnenswert:
-- von Zohor zum westlichsten Bahnhof & sogar Ort der Slowakei, Záhorská Ves (14,5 km): Ende 2019 Einstellung des PV, wenn ich das vorher mitbekommen hätte... -.- [zensierte Flüche] Von Záhorská Ves kommt man übrigens per Fähre nach Angern/March an der österreichischen Nordbahn.
-- ein paar Tram-Strecken in Bratislava, die im September wegen Bauarbeiten außer Betrieb waren (insg. 10,1 km)
-- Plešivec – Muraň (40,9 km), Ochtiná – Slavošovce (6,4 km) sowie Rožňava – Dobšiná (26,1 km): immer wieder mal Sonderzüge oder gar Ausflugsverkehr über mehrere Wochenenden hinweg, aber zur Veröffentlichung des Jahresfahrplans stand das noch nie fest
-- Die mit Abstand längste mir unbekannte Strecke ist die vom Stahlwerk Košice zur ukrainischen Grenze (88 km). Auf der Breitspur-Strecke gab es freilich nie Personenverkehr.^^

In der Slowakei habe ich 85,8 % des Bahnnetzes lt. CIA Factbook befahren. In Luxemburg 86,0 %. :D
Wenn sich am Wert von Luxemburg nichts ändert, brauche ich in der Slowakei noch knapp 9 km, um den Anteil von Luxemburg zu überbieten.^^

Am Ende noch wie gewohnt die Statistik. Enthalten sind alle Fahrten von München durch die Slowakei bis Hannover sowie die Rückfahrt Hannover – Braunschweig – Göttingen – München. Fahrten mit Museumsbahnen sind enthalten, die Tram-Fahrten fehlen wie immer. Auch sämtliche Tagesausflüge ab Hannover sind nicht enthalten.
Insgesamt waren es 63 Fahrten, davon 49 (teilweise) in der Slowakei. Sie dauerten planmäßig 81:03 h, davon alleine 11:33 h für Zwischenhalte. Das macht im Ø 1:06 h pro Fahrt. Verantwortlich für die lange Dauer waren v. a. die beiden Nachtzug-Fahrten sowie die langen Fahrten Leoben – München – Hannover und Göttingen – München. Dabei legte ich 5.370 km zurück, davon 1.589 km auf deutschem Boden, 837 km in Österreich, 2.943 km in der Slowakei und fast 1 km in Polen.^^ Daraus ergibt sich eine planmäßige Durchschnittsgeschwindigkeit von 77,3 km/h (auf den Strecken nach deutschem Tarif 134 km/h, nach öster. Tarif 85 km/h und nach slowakischem Tarif nur 61,6 km/h :D). 47 der Fahrten der Fahrten waren in der Ankunft pünktlich, also eine Pünktlichkeit von 74,6 % – geht so… Von den 16 unpünktlichen Fahrten entfielen 14 auf die Slowakei (67,3 % Pünktlichkeit, immerhin eine Steigerung^^) und zwei auf Deutschland (66,7 % Pünktlichkeit, für DB Fernverkehr dieses Jahr durchaus lobenswert^^), in Österreich lief alles pünktlich. Der Preis lag inkl. aller Zuschläge, Gutscheine usw. lag bei annehmbaren 5,4 ct/km. (Hierbei ist allerdings nicht berücksichtigt, dass ich das Ticket von Prag nach Lüneburg nur von Hannover nach Lüneburg nutzte.)

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So, wenn ich mir jetzt auch etwas wünschen darf, dann ist das das Ende des (Social) Lockdowns. Jetzt habe ich nämlich wirklich keine Berichte mehr. :-/ (Warte, über die Belgien-Tour im Frühjahr 2017 wollte ic–… Nein! Einfach nur nein :D Nur eines dazu: Der Titel wäre natürlich gewesen „Großartiges Gegurke Greuz und Gwer durch Gelbien“…)

Es grüßt hoffentlich nicht zum letzten Mal
Das Krümelmonster

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Was Du suchst, ist in Dir. Ansonsten ist es im Kühlschrank. Bzw in der Kekspackung. :)


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