Weitere Frage (Aktueller Betrieb)

EK-Wagendienst, Münster, Sonntag, 07.02.2021, 21:11 (vor 18 Tagen) @ Knochendochen

Wie wurde das eigentlich früher gemacht, wenn dann ein Zug im Winter steckengeblieben ist und der Strom ausgefallen ist? Da wurde doch so weit ich weiß voll reingefahren, bis gar nichts mehr geht. Wann hat da ungefähr ein Umdenken hin zu einer vorsichtigeren Vorgehensweise stattgefunden?

Die älteren Wagen hatten schon mal eine größere Batterieleistung, die den Wagen über mehrere Stunden betriebsfähig halten, dann konnten die Fenster geöffnet werden, das ist eher was für den Sommer, auch die WC waren einfach nach unten offen.
Die Schnellzugwagen hatten eine Heizung mit warmen Wasser, und das dauert eine gewisse Zeit bis so ein Wagen ausgekühlt ist.
Dann durfte das Personal viel mehr, heute ist ja alles nicht mehr abgesichert was nicht zum eigentlichen Aufgabenbereich gehört, und das Personal Zf + Zs waren viel weiter ausgebildet.
Es gab unterwegs auch mehr Personal, und war bei vielen mehr Reserven vorhanden, wie bei Weichenheizungen und dann auch die Strecken besser gepflegt mit weniger Bäumen die Umfallen.
Die Fahrzeuge sind auch nicht so anfällig mit Elektronik voll gepackt.
Dazu viel mehr Personal draußen, und EINE Eisenbahnerfamilie, die sich gegenseitig geholfen hat, das ist heute gar nicht mehr gewollt, und wenn dann auch noch Kosten anfallen!

DB Netz hat in den letzten Tagen Loks zur Enteisung gesucht, die keine Bügelsenkeinrichtung und sowas haben, eben so was wie die Einheitslok, damit einfach die Strecke befahren werden, und nicht beim ersten Lichtbogen auf Nothalt gehen, und nichts geht mehr.

Mit all dem neuen muss man heute eben leben, und dazu gehört dann eben auch, das man mal schnell den Betrieb einstellt.

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Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.


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