Kap. 1/2: Türkentour zur Dönerdrehscheibe [AT][HU][SI] (Reiseberichte)

Krümelmonster, München, Sonntag, 26.07.2020, 14:30 (vor 2019 Tagen) @ Krümelmonster

Ich konnte erst hinter Landeck (kurz nach halb eins) einschlafen, halb sechs wachte ich zum letzten Mal auf. Auch zwischendurch habe ich nicht durchgeschlafen. Also insg. gut 4 h geschlafen. Diese verdammten Betten sind einfach viel zu klein. -.- Am Montag war ich auch schon reichlich müde, nachdem ich den Sonntag auf der Wiesn war (nein, ich hatte dort nicht übertrieben, aber bin Montag viel zu früh wach geworden und dachte: ‚Jetzt kannste nicht mehr weiter schlafen, sonst hörste den Wecker nicht'... -.-). Ich war wohl der einzige aus meinem Wagen, der in Wien ausstieg. Für Reisende nach Wien gibt es ja eigentlich einen anderen Zugteil (mit österreichischen Wagen), der länger Aufenthalt in Salzburg hat und entsprechend später in Wien ist, aber das wäre für mich schon zu spät gewesen... (Ich bin nur froh, dass DB Netz nicht kurzfristig Bauarbeiten im Großen Deutschen Eck anberaumt hat, dann hätte die Fahrt über Kitzbühel anderthalb Stunden länger gedauert – bei meinem Glück mit Fahrplanänderungen nach Buchung ist das ja nicht ganz unrealistisch.^^)
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16 Angekommen mit dem Taurüssel in Wien
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17 Sonnenaufgang
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18 Das obligatorische Foto vom Bahnhofsgebäude
Dort hatte ich eine Dreiviertelstunde Aufenthalt, dann ging es weiter. Oh, an der Strecke liegt ja Münchendorf.^^ Das FIS verkündete beharrlich, mein Zug würde in Sopron enden. Er fuhr aber weiter über einen Grenzübergang, der mir noch gefehlt hatte, nach Deutschkreutz, welches nach anderthalb Stunden erreicht wurde. Irgendwie waren auf dem Weg + 4 entstanden.
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19 Wiener Linienplan
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20 – 21 Erstaunliche Wagenreihungen^^
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22 Interessant, die Diesellok links auf der Brücke kam aus Richtung Hütteldorf oder Westbahnhof :-s
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23 Wie heißt eigentlich dieser hohe Berg, der dort die ganze Zeit zu sehen ist? Ist das der Schneeberg?
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24 Wo wohnen besonders unordentliche Menschen?
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25 Deutschkreutz, per Bahn nur über ungarisches Gebiet erreichbar
Nach gut 20 min dort fuhren der Zug und ich zurück. Am ersten Halt hinter dem ungarischen Transit wieder österreichischer Seite stiegen Zöllner zu. Meine Grenzkontrolle bestand aus der Frage, wo ich zugestiegen sei.^^ Ich stieg schon nach einer knappen halben Stunde Fahrt in Wulkaprodersdorf aus. Damit war ich erstmals im Burgenland umgestiegen.^^ (Da ist ja auch nix! :p Durchs Burgenland durchzufahren ist ja schon schwer genug, solange man nicht nach Ungarn oder Bratislava-Petržalka fährt. :p). Die 40 min Wartezeit konnte ich zum Glück im beheizten Bahnhofsgebäude verbringen. Weiter ging es im Talent, erstmals auf dieser Tour (abgesehen von Sopron – Deutschkreutz) über unbekannte Strecke. Unzureichendes Beschnippeln können die Ösis auch: Kurz vor Eisenstadt streiften Äste außen über die Zugscheiben.^^ Dass ich allein auf dieser Tour durch alle Landeshauptstädte Österreichs fuhr, fiel mir erst jetzt auf. Ich habe sogar in allen mindestens einen Zwischenhalt eingelegt, selbst dann, wenn man die Umstiege nicht mitzählt. :D Nach einer guten halben Stunde stand in Neusiedl am See ein 6-min-Anschluss an, abermals eine halbe bis Dreiviertelstunde später in Pamhagen ein 2-min-Anschluss. Heute mussten alle Anschlüsse gelingen, sonst würde ich abends die letzte Verbindung des Tages verpassen… An beiden Orten klappte alles, in Pamhagen war die Abfahrt sogar mit – 1.^^ Gleich hinter Pamhagen überquerte ich zum dritten Mal an diesem Vormittag die ungarische Grenze, dahinter wurde die Strecke äußerst rumpelig und die Fahrt entsprechend langsam.^^ Die 15-minütige Fahrt nach Fertőszentmiklós (gut, dass es Copy + Paste gibt^^), die eine Minute zu früh begonnen hatte, wurde mit + 3 beendet – Varázslat! ;-)
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26 Das zweite Mal durch Ungarn
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27 Der wunderschöne Ausblick auf den Neusiedler See. Ich glaube, ich habe ihn nicht ein einziges Mal zu Gesicht bekommen.^^
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28 Die Lok kann ihre ungarische Herkunft nicht verbergen
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29 Das Bahnhofsgebäude von Wulkaprodersdorf war sogar beheizt
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30 Bahnsteig
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31 Weiter geht’s
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32 Technik, die begeistert :-)
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33 Wein :-)
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34 Internationaler Zugverkehr
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35 Bei der mittlerweile dritten Grenzüberquerung grüßt das Land der Paprika mit dieser Hundehütte. Der Zustand der Strecke ist kaum besser…
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36 Angekommen in Ungarn, diesmal darf ich sogar aussteigen^^
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37 Dieses Vehikel hatte sich hierhin abgemüht
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38 Fertőszentmiklós. Vielleicht hätte ich doch ein Bahnhofsrätsel machen sollen. :p
Eigentlich wollte ich mit dem Regionalzug die Umrundung des Neusiedler Sees im südlichen Teil komplettieren, aber die MÁV hatte den Fahrplan geändert, sodass die Umsteigezeit in Sopron statt der ursprünglich geplanten 5 min jetzt minus 15 min betragen würde. -.- Um den SEV ab Sopron noch zu kriegen, musste ich Bus fahren. -.- Einer meiner Mitstreiter fuhr ausgerechnet den Teil entlang des Neusiedler Sees, der mir deswegen fehlte, als einzigen per Zug.^^ Die Bushaltestelle war 1 km Fußmarsch vom Bahnhof entfernt, eine halbe Stunde hatte ich dafür Zeit, dank der Hunde, die Beute witterten, lief ich viel zu schnell.^^ Der Busfahrer spielte während der Fahrt am Handy – dafür hat man ja zwei Augen. Ungarn ist ja so platt, da kann man heute schon sehen, wer übermorgen zu Besuch kommt.^^
Nach 20 min Busfahrt war Nagycenk erreicht. Ich stieg lieber hier um, hier hatte ich mehr Zeit als in Sopron, und hier war ich noch nie. Ist auch kein Versäumnis. :D Eine Stunde Wartezeit hatte ich in Nagycenk (spricht sich wie Nottj-Tsenk). Ich erkundete zunächst das Schloss Széchenyi, was auf Schotterwegen mit meinem Koffer kein Spaß war.^^ Dabei war von einer Frau auf Ungarisch angesprochen und ob meiner Reaktion (Ungarisch spreche ich nun wirklich nicht :D) gleich auf Englisch fasziniert gefragt, was zum Geier mich denn bitte hierhin verschlagen habe. Ich antwortete lieber nicht, dass ich auf dem Weg in die Türkei war. :D Die restliche Zeit saß ich in der Sonne im Ortszentrum ab.
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39 Danke, MÁV! -.-
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40 Der üppige Fahrplan
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41 Mein Bus
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42 Das Schloss Széchenyi in Nagycenk
Ungarn war nun das 11. Land, in dem ich SEV fuhr.^^ Der SEV war gut organisiert & pünktlich, es fuhr sogar ein KiN mit. Ausreichende Müdigkeit vorausgesetzt kann ich im Bus sogar im Sitzen schlafen, wenn es so schön brummt. Leider dauerte die Fahrt wieder nur 20 min.^^ In Lövő stiegen alle in den Zug um. In Szombathely stiegen fast alle aus, auch die ZZA auf dem Bahnsteig zeigten wohl an, dass der Zug enden würde. Leider waren alle Anzeigen und Ansagen ausschließlich in der Weltsprache Ungarisch… Ich hab’s aber richtig gemacht und bin sitzen geblieben. Der Zug fuhr mit mir und ein paar wenigen Zusteigern weiter nach Szentgotthárd, das nach 80-minütiger Fahrt (ab Lövő) erreicht wurde. In Szentgotthárd komplettierte ich die heutige Reihe „Aufenthalte in Orten, an denen man nicht gewesen sein muss“, indem ich fast eine Dreiviertelstunde hier ausharrte. :D
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43 Äußerst auffällige Haltestelle des SEV
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44 Zum Glück war das nicht mein Bus^^
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45 Sondern der hier
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46 Lövő
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47 Wieder zügig weiter
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48 Des Gefährtes Innenleben
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49 Buchstabensalat, manche nennen es auch Ungarisch. Oder umgekehrt. ;-)
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50 Angekommen in Szentgotthárd
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51 Das wunderhübsche Bahnhofsgebäude
Schließlich traf das Ösi-Wiesel ein, das mich in gut anderthalbstündiger Fahrt nach Graz beförderte. Ab Fehring war die Strecke schon mal gefahren, allerdings bei Dunkelheit. Die zunächst mürrisch aussehende, aber sehr engagierte und kommunikative KiNe ging regelmäßig durch, um die Fahrscheine zu kontrollieren. Jemand nieste. Sie wünschte Gesundheit. Er nießte nochmal. Sie: „Ja, Gesundheit!“ Er nieste abermals. Sie: „Aller guten Dinge sind drei!“. Er nieste ein weiteres Mal. Sie: „Jetzt sag ich aber nix mehr!“. Beide lachten sich schlapp. :D
In Graz hatte ich nochmal eine Stunde Aufenthalt. Gefühlt bestand der ganze Tag irgendwie nur aus längeren Aufenthalten, die aber allesamt zu kurz waren, um in Ruhe futtern zu gehen.^^ Wenigstens traf ich in Graz bereits den Mitstreiter, der am Südufer des Neusiedler Sees entlang gefahren war und nun hier übernachtete, wir konnten uns etwas die Zeit vertreiben.
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52 Wiesel schnuppert Auslandsluft
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53 Wiesel-Innereien
Die letzte Verbindung abends nach Maribor verlässt Graz bereits um 18:39 Uhr. Danach gibt es nicht mal mehr einen Bus! Und hier handelt es sich um die je zweitgrößten Städte des Landes, sie liegen weniger als 70 km auseinander. Ich enterte den Croatia und sein Bistro. Zeit zum Futtern! Passend dazu hielt der Zug in Leibnitz (fast wie die Kekse), wo er sich nahezu komplett leerte. Eine halbe Stunde nach Abfahrt war mein Bauch gefüllt und der Zug am Grenzbahnhof Spielfeld-Straß, wo sich die Systemtrennstelle befindet. Den Lokwechsel hatte ich hier (ab Bild 421) schon gezeigt; sicher bin ich mir nicht, aber ich meine, dass in Südrichtung die österreichische Lok nicht von der Slowenin weggeschubst wurde, sondern aus eigener Kraft zurückfuhr. :-s Auf dem Bahnsteig traf ich auf den bemerkenswert grimmigen Zub älteren Semesters, der mich auf Slowenisch anschnauzte: „Hast du ne Fahrkarte!?“, aber sichtlich beeindruckt und war, als ich in nicht perfektem, sondern offensichtlich gelerntem Slowenisch antwortete: „Ja, meine Fahrkarte ist drinnen.“ So beeindruckt, dass er später drinnen bei mir auf eine Kontrolle verzichtete. :D Auf dem slowenischen Abschnitt, der 15 min dauern sollte, kamen 3 min oben drauf. Zwanzig vor acht hatte ich die merkwürdige Route für heute vollbracht und Maribor erreicht.
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54 EC Croatia
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55 Hier mit anderer Lok
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56 Dichter Zugverkehr in der zweitgrößten Stadt des Landes
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57 Der Schwachsinn noch in Kartenform.^^ Beim b von Ödenburg (=Sopron) ist eigentlich eine ganz kleine Lücke zwischen Deutschkreutz und Nagycenk, und der Weg von Szombathely zur Grenze war natürlich nicht so direkt. ;-)
Ich hatte ein Apartment gebucht, das ursprünglich geplante stand aus irgendwelchen Gründen nicht zur Verfügung, ich wurde umgebucht und erhielt als Entschuldigung ein riesiges Apartment. Leider konnte ich es kaum nutzen.^^ Sehr zu meinem Leidwesen waren bei Ankunft die Fenster gekippt. Das Riesenteil würde ich über Nacht eh nicht warm bekommen, also versuchte ich’s gar nicht erst.^^ Abends drehte ich noch eine Runde durch die Stadt.
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58 Die Franziskanerkirche
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59 Glavni trg, der Hauptplatz von Maribor
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60 Das Postgebäude

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Was Du suchst, ist in Dir. Ansonsten ist es im Kühlschrank. Oder in der Kekspackung. :)

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