Missbrauchspotential (Fahrkarten und Angebote)

john.lennon, Dienstag, 28.01.2020, 16:12 (vor 2240 Tagen) @ bers

Je mehr Entscheidungsgewalt beim MA liegt, desto:

1.) besser können die Informationen, die diesem MA vorliegen, in die Entscheidung einbezogen werden (Du kannst besser einschätzen als die Reisekostenstelle, ob für ein Fahrt am morgigen Mittwoch ein Sparpreis reicht oder ob Du - aus welchen Gründen auch immer - auf ein Flexticket angewiesen bist)

2.) schwieriger wird es, sicherzustellen, dass der Mitarbeiter im Interesse des Unternehmens/der Institution agiert.

Wie erklärt sich 2.) ?

- Wenn der MA selbst entscheidet, muss er über verschiedene übergeordnete Ziele informiert werden (z.B., dass es sinnvoll ist, eine bestimmte Umsatzschwelle zu erreichen, um einen höheren Rabatt zu bekommen).

- Seine Reisebuchungen müssen an verschiedene Stellen gemeldet werden (Buchhaltung usw.), vielleicht ginge das mit Reisekostenstelle effizienter).

- Der MA muss eventuell geschult werden (von den 3000 MA in Eurer Behörde kennen nicht alle die besten Buchungsstrategien)

- MA verfolgen eigene Ziele. Wenn sie selbst über Reisen entscheiden, müssen sie überwacht werden. Beispiel aus der Praxis: Bei der Telekom wurde vielen MA die Entscheidung überlassen, ob sie eine BC25 oder BC50 nehmen. Ich kenne jemanden, der eine BC25 genommen hat, obwohl sich die BC50 definitiv gerechnet hätte. Warum hat der MA das gemacht? Damit er mehr Punkte sammelt und Bahn Comfort erreicht.


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