Deine bedeutendsten beiden Argumente sind.... (Fahrkarten und Angebote)

GUM, Dienstag, 28.01.2020, 15:34 (vor 2242 Tagen) @ bers
bearbeitet von GUM, Dienstag, 28.01.2020, 15:35

Meine Reisekostenstelle (öffentlicher Dienst, 3000 Mitarbeiter) legt Wert darauf, dass jedes Ticket über das Bahnportal gebucht wird (was bedeutet, über die Sekretärin vom Chef des Chefs). Grunde seien:

Kostenersparnis (Wegfall des Serviceentgelts beim Reisebüro, Großkundenrabatt, Kumulation mit dem BahnCard Business-Rabatt)


Dazu sei gesagt: Das Reisebüro ist sicher keine Alternative, die ich wählen würde. Eine BahnCard habe ich nicht.

Hallo bers,
liebe Community,

interessante Frage, die Du aufwirfst. Deine bedeutendsten Argumente lassen sich dem Bereich Controlling/Rechnungswesen und Unternehmenssicherheit/Trust&Safety zuordnen:

1. Schein(?)rabatte werden durch Zuschläge bei BahnCard Business kompensiert

Jede BahnCard business ist teurer als die Variante für den Normalkunden. Für die Möglichkeit ausschließlich bei Flexpreisen Geld zu sparen zahlt Dein Unternehmen erst einmal einen Zuschlag.

Zusätzlich habt Ihr immer dann, wenn ein Mitarbeiter zu denjenigen mit höherem Reiseaufkommen gehört den administrativen Aufwand des Zumeldens und Abmeldens von der BahnCard.

Der einstellige Prozentsatz des Firmenkundenrabattes wird damit reduziert durch den Zuschlag auf die BahnCards und den Verwaltungsaufwand.

2. Mitarbeiterliste inkl. Reiseaktivitäten einem/mehreren Fremdunternehmen anvertrauen?(Zusimmung zur Markt"forschung")

Für die Unternehmenssicherheit (bzw. Trust & Safety, Compliance) kann von entscheidender Bedeutung sein wie viele Fremdunternehmen, zusätzliche Dienstleister etc. komplette Informationen über das Reiseverhalten und die reisenden Mitarbeiter haben.

Denke mal an Firmenfusionen, Neukunden-Akquise etc. Aus dem Reiseverhalten lässt sich im schlimmsten Fall herauslesen was das Unternehmen plant.

Ebenso kann eine Marketingauswertung über die Geburtsdaten/Alter der Passagiere auch etwas über die Wettbewerbsfähigkeit aussagen.


Das sind zwei ganz unterschiedliche Argumente dafür, dass man eben nicht alle Daten unkontrolliert in dritte Hände gibt und die dann auch noch freiwillig über den Firmennamen zuordenbar macht.

Einen sehr guten Eindruck bekommst Du bereits dann, wenn Du Dir die Regelungen zu Aktivitäten der Nicht-PR-Mitarbeiter in den so genannten "sozialen" Medien ansiehst.


Aber immer deeskalieren: Wenn der Chef unbedingt will, dann setzt er halt sein Unternehmen aufs Spiel.

Hätte ich ein großes Unternehmen, dann wäre Punktesammeln etc. erlaubt. Bahn Business-Rabatt gäbe es keinen. Und bei kritischen Projekten wird die Fahrkarte halt gestückelt bis zum letzten Umsteigeort und dann eine Nahverkehrskarte zugekauft.

Und per Reisekostenabrechnung eingereicht.

Hoffe das hilft ein bisschen.

Liebe Grüße

GUM

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