Durch Nichtreservierer „verschuldete“ Zugräumungen?? (Fahrkarten und Angebote)

sibiminus, Dienstag, 18.06.2019, 09:19 (vor 2469 Tagen) @ Gast

Ist es wirklich nachweislich so, daß es in signifikantem Umfang zu räumungsbedürftigen Überfüllungen kommt oder kam, weil sich zu viele Fahrgäste mit nicht zuggebundener Fahrkarte mal spontan für einen bestimmten Zug entscheiden und weil zu viele Fahrgäste zu Zeiten des größten Andrangs einen teuren ausreservierten Fernverkehrszug buchen?

Einige Zeit nach Einführung des Buchungsstopps hatte die DB alle Auswirkungen an Hauptreisetagen (Feiertags-, Brückentags- und Ferienverkehr) analysiert und mit entsprechenden Tagen aus Zeiten ohne Buchungsstopp verglichen. Das Ergebnis wurde intern kommuniziert und habe ich oben paraphrasiert.

Ich hatte eher immer den Eindruck, daß ausnahmsweise starken Überfüllungen meistens Abweichungen vom Planbetrieb vorausgehen (ein Fahrzeug mit geringerer Kapazität wird eingesetzt; vorangegangener Zugausfall; eine größere Zahl von Fahrgästen, die einen Anschluß verpaßt haben, muß aufgenommen werden; ursprünglich mal verkaufte Verbindungen existieren nicht mehr usw.) und daß deshalb diese ganze jetzige sogenannte Auslastungssteuerung, die einen Planbetrieb unterstellt, in großen Teilen überflüssig ist.

Das kann logischerweise kein Buchungsstopp verhindern, sondern nur bessere Betriebsqualität. Demnach wurden diese Fälle nicht im oben zitierten Zusammenhang mit dem Buchungsstopp untersucht.


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