Ich hoffe mal... (Allgemeines Forum)

musicus, Dienstag, 06.02.2018, 10:20 (vor 2968 Tagen) @ Colaholiker
bearbeitet von musicus, Dienstag, 06.02.2018, 10:22

Wie andere schon anmerkten, ist der Zusammenhang arg konstruiert.

Wie so oft bei GUM: 1. Klasse Flexpreis im Schienenverkehr ist bei ihm immer besser, ökologischer, bequemer, schneller, sozialverträglicher, preiswerter und kundenfreundlicher als jedweder alternative Verkehrsträger. Wobei seine Salonwagenphantasien auch nett zu lesen sind.

Die Nutzung der Bahn hätte in diesem Fall in der Tat die Nutzung des Autos geschlagen, weshalb ja auch mein Auto in der Tiefgarage blieb und wir mit der Bahn fahren wollten. Da gibt es gar keine Debatte. Das Problem ist einfach nur die Umsetzung geltenden Rechts...

Welche Umsetzung?

Wenn Du wirklich einen SafTladen sehen möchtest, dann frage einfach irgendjemanden, dessen Privat-ISDN-Anschluß auf Voice over IP zwangsumgestellt wurde.

Ich habe seit vielen Jahren VoIP.

Privat besaß ich noch nie einen Festnetztelefonanschluss.

Auch mobil setze ich auf Magenta und bin hochzufrieden.

Naja, auch da weiß die eine Hand offenbar nicht selten nicht, was die andere tut... Beispiel: Umstellung von Laufzeitvertrag auf Prepaid (4 GB krieg ich nie und nimmer verbraucht und im Fenster zw. 0,75-2 GB gibt es bei Magentas keinen Vertrag, dessen finanziellen Vorteile - falls vorhanden - die Bindung an den Anbieter rechtfertigen würden):
Kapitel 1: T-Punkt (heißen die noch so?) in xy:
"Ich möchte meinen Vertrag zum Laufzeitende auf eine Prepaid-Karte umstellen"
"Da müssen sie kündigen"
"Hab' ich schon - er läuft in 3 Wochen aus"
"Und dann wollen Sie Prepaid, ja?"
"Ja."
"Da geht nur congstar. Bei T-Mobile kann man das nicht machen."
"Weshalb?"
"Das hat technische Gründe"
"Technische Gründe also? Ich kann bei Ihnen kein Kunde bleiben?"
"Nein."
"Hm, dann muss ich mir nen anderen Anbieter suchen."
"Ja."

Kapitel 2: T-Punkt in einem anderen xy:
"Ich möchte meinen Vertrag zum Laufzeitende auf eine Prepaid-Karte umstellen"
"Haben Sie schon gekündigt? Wann läuft der Vertrag denn aus?"
"In 3 Wochen"
"Haben Sie die Rufnummernfreigabe schon beauftragt?"
"Bitte? Ich wollte doch bei T-Mobile bleiben..."
"Schon - aber so einfach geht das nicht. Das kann nur die Zentrale. Sie müssen für die Umstellung auf Prepaid die Rufnummernfreigabe für 29,90€ beauftragen und mit der Auftragsbestätigung in Papierform wiederkommen. Dann können wir umstellen"
"Danke. Auf Wiedersehen"

Kapitel 3: eMail an "Die Zentrale" - Antwort: kein Problem, costagenaugarnix bitte die Karte am Tag der Umstellung mit Guthaben aufladen.

Kapitel 4: Umstellung und Aufladung klappt bestens - sogar trotz Auslandsaufenthalts.

Kapitel 5: Am Tag nach der Umstellung ist das Handy tot, musicus (mangels Festnetztelefonie) unerreichbar. Unmissverständliche Mail an "Die Zentrale" mit der Bitte, den Anschluß schleunigst wieder zu aktivieren. Immerhin: 2 Stunden nach der Mail bin ich wieder on air, man entschuldigt sich für das "Versehen" (vulgo: Schlamperei) den Kündigungs- und damit Abschalttermin nicht unschädlich gemacht zu haben.

Kapitel 6: Drei Tage nach der Umstellung bestätigt mir eine SMS die - nie vorgenommene! - erfolgreiche Kündigung meiner Karte und stellt eine Abschaltung zum 31. März in Aussicht. Wieder eine eMail, wieder eine Entschuldigung... Wir warten also auf den 1. April :-/

Da ist ein bisschen warten auf Erstattung noch gar nichts.

Ein bisschen ist nett gesagt. Das Spiel geht ja weiter.

Sei froh. Mein Spiel stagniert - kann aber daran liegen, dass das EBA mitspielt und auch mal am Zug (*scnr*) ist.

Dafür hat das SC FGR die beiden Fälle durcheinandergewürfelt und mir die erste Fahrt, die ja nur eine 50%-Erstattung gewesen wäre, als Abbruch zu 100% erstattet.

Das kenne ich: Aufwendungen werden Reisen zugeschlagen, bei denen sie gar nicht entstanden sind, Erstattungen sind mal zu hoch, mal fehlerhaft, mal fehlen sie ganz. Es ist das reine Chaos und ich habe eigentlich keine Hoffnung, dass man das auf rechtssicherem Wege wieder korrigiert bekommt. Wenn ich Glück habe, schmückt sich die DB irgendwann (also 6-12 Monate nach Einreichung) mit "Kulanz" oder ich kann mir überlegen, wegen 60€ + Auslagen + Verzugsschäden ein Staatsunternehmen zu verklagen. 0,45€ pro Person und Kilometer beim Sparpreis sind in der Statistik aber auch nett anzusehen - erleichtert die künftige Verkehrsmittelwahl ;-)

Da kann man (wenngleich auch nur kostenpflichtig) wenigstens anrufen.

Was soll das bringen (außer Kosten)? Hinterher erinnert sich niemand mehr an die telefonisch getroffenen Absprachen. Das Leben mit Geld hat mich den Schriftverkehr gelehrt.


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