Und wenn man auf einen Aufenthalt angewiesen ist? (Fahrkarten und Angebote)

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Freitag, 28.04.2017, 10:07 (vor 3331 Tagen) @ Garfield_1905

So etwas ähnliches hatte ich auch mal: ICE von A über B nach C. In B brauchte ich 1,5 Std Aufenthalt für eine Erledigung. Also einen Anschluss-ICE gebucht, der 2 Std später fuhr. So mein Plan. Der erste ICE war aber defekt und legte immer wieder Vollbremsungen hin, so daß sich die Verspätung bis B auf 70 Minuten aufschaukelte.

In B direkt zum Kunden-Mobbing-Schalter (Service-Point), um mir die Sparpreisfahrkarte auf einen späteren ICE freistempeln zu lassen. Die nette DB-Dame mauerte aber so penetrant, daß ich innerlich kurz vor einem Kesselzerknall stand. "Wieso, den ICE nach C bekommen sie doch noch." Daß ich aber extra(!) so viel Aufenthalt gebucht hatte, weil ich jetzt in der Stadt noch Wege zu erledigen hatte, dieses Argument nahm sie nicht an. Sie hat mich am langen Arm verhungern lassen und schaute mir dabei sogar locker in die Augen.

Ich habe nach C eine neue Karte gelöst und bin nach Jahren immer noch brastig wegen so viel krankhafter Sturheit. Die Frage stellt sich also schon, wie die Bahn mit stark verkürzten Aufenthaltszeiten umgeht, wenn aus der Kundenbuchung ein anderer Plan abzulesen ist.

Und noch etwas gebe ich öffentlich zu: Ich hatte mich tatsächlich mit dem Gedanken erwischt, im zweiten Zug irgendwas im Gegenwert zur extra Fahrkarte kaputt zu machen. Sitz beschädigen oder Glas zerkratzen, irgendwas. Traurig aber wahr...

Gruß
Olaf (der friedliebende Zeitgenosse)


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