Wenn überhaupt... mehr als fünf Jahre (Allgemeines Forum)

musicus, Dienstag, 18.10.2016, 11:49 (vor 3466 Tagen) @ GUM

Ja! Wenn Du ein bisschen mit dem Siemens PDF und dem Wagenplan herumspielst, dann könntest Du Dir ausrechnen wie viel Plätze beispielsweise ein nur "Premium Class"-Railjet hätte.
Als stärkste Form eines TEE-Nachfolgers.

Das hielte ich in dieser Form für zum Scheitern verurteilt. Ähnlich wie ein A380, der nur aus First Class besteht... Dann gleich Privatjet bzw. S-Klasse ordern.

Das finde ich schade! Gerade mit den Sparpreisen gibt es wirklich viel Mehrwert fürs Geld.

Aber man braucht erstmal eine BC25F um eine preislich geringe Lücke zwischen 1. u. 2. Klasse-SP zu haben. Diese Anfangsinvestition schreckt viele ab, zumal die DB mit günstigen Upgrades zusätzlich Öl ins Feuer gießt. Eine mangelnde Kompatibilität mit BC50 tut ihr übriges. Am liebsten wäre mir ja eine klassenlose BC50+25 (25% auf alle SP incl. NV/NE) für 299€. (Oder eben eine NP-Senkung von 33% bei Streichung der BC50/F)

Was dann rauskommt, das können die Kunden ja durch Kaufverhalten entscheiden.

Haben sie bei MET ebenso getan wie bei der RJ-premium-Klasse. Die Produkte waren (aus den unterschiedlichsten Gründen) zu unattraktiv.

In H\ndelsbl\tt, M\n\ger Magazin & Co. gab es aber eine bestimmte, überhöhende Wertschätzung für alle "einfachen" Geschäftsmodelle, die mit möglichst geringen Personalkosten und Materialkosten auskommen.

Ah, verstehe - Herr Grube muss jeden Morgen im Handelsblatt nachlesen, was er zu tun hat...

Und die Leistungsbündel aufdröseln: So wird nicht mehr der Full-Service-Flug verkauft, sondern die Bestandteile einzeln.

Bei der Bahn ähnlich: Verbundtarife, Fernbusverbindungen, Reine FV-Angebote etc...

So war es gemeint! Sich als einzelnes Unternehmen gegen den Medientrend zu stellen wird sehr schwierig.

Stimmt. Innovation hat noch nie funktioniert.

Kann aber dennoch erfolgreich sein, wie der Erfolg von Nespresso (Luxus-Kaffee) oder auch dem Hochland-Kaffee aus Stuttgart zeigt.

Nespresso ist blanker Luxus! Die Kaffeequalität lässt sich bei geringerer TCO leicht übertreffen. Aber ein gutes Beispiel, wie man ein völlig überteuertes Produkt erfolgreich verkauft, indem man an die Bequemlichkeit der Kunden appelliert. iPhone wäre auch so ein Exempel. Beide Beispiele wurden jeweils von ihren findigen Herstellern entwickelt und nicht im Handelsblatt oder eine anderen neoliberalen Consulting-Mainstream-Postille erdacht. Weder Kaffee in Aluminiumkapseln noch Videochat in der Hosentasche waren vorher ein Thema. Oft fehlt einfach der Mut zum neuen Denken.


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