Auch wenn Prognosen schwierig sind … (Allgemeines Forum)

heineken, Dienstag, 05.07.2016, 19:16 (vor 3571 Tagen) @ ICEwave

… und ganz besonders die in die Zukunft gerichteten, wage ich dennoch, folgenden Standpunkt zu vertreten:

In 10 Jahren haben wir autonom fahrende Autos. Und zwar so autonom, daß man auch anderes machen kann als an Lenkrad und Bremspedal zu kleben.

In 20 Jahren haben wir zusätzlich durchgehend Elektromobilität. Mit Strom aus regenerativen Quellen. Der höhere Rollwiderstand ist bei regenerativ erzeugter E-Energie vernachlässigbar. Genauso wie der Gummiabrieb auf der Straße (Öl haben wir dann wirklich mehr als genug – für Pneus, Pillen und Präservative). Und die Leistungsfähigkeit bestehender (!) Straßen läßt sich bei autonom fahrenden Autos massiv steigern – die 130 Mio. SPFV-Fahrgäste p.a. bekommt man da noch unter.

Ergo:
In 20 Jahren braucht keiner mehr die Eisenbahn im SPFV. Nur im SPNV wird sie schwerlich verzichtbar sein – einfach, weil man auch E-Autos nicht wird stapeln kann in den Ballungsräumen.

Da kann sich der Fernverkehr noch so toll anstrengen. Erstens hat er eine vglw. schlechte Lobby. Jedenfalls im Vergleich zur hiesigen Autolobby. Zweitens gibt es dann auch ganz objektiv und ohne die gerne vom VDA und seinen Mitgliedern hervorgekramte Wirtschaft- und Arbeitsplatzkeule kaum noch einen Grund für einen SPFV. Eine Keule übrigens, die zwar oft übertrieben wirkt – in ihrem Kern aber eben auch nicht ganz vom Tisch zu wischen ist.
Da können Frau Bohle und ihre bis dato mutmaßlich noch mehreren Nachfolger/innen von mir aus auch +/-100% flexible Flexpreise in Klein- und Großversuchen ausrollen. Das Ende ist absehbar.

Und das von einem überzeugten Anhänger dieses Verkehrsträgers …


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