Fehleinschätzung Rheintal (Allgemeines Forum)

Karolinger, Donnerstag, 21.08.2014, 09:53 (vor 4246 Tagen) @ Lumi25

Die IC-Linien 32 und 35 sind Nachfolger der IR-Linien.

Die immer mehr gekappt werden.

Die IC-Linie 32 wurde in den letzten Jahren sogar ausgebaut.
Die IC-Linie 35 ist immer von Streichungen zwischen Koblenz und Luxemburg mitbetroffen. Bislang aber nur bei IC 1936/2335 (ehemals IC 135/136; diese Mittagstaktlücke zwischen Köln und Koblenz spart eine Zuggarnitur ein).

Die IC-Linien 30/31 benötigen zwischen Köln und Koblenz 52 Minuten, die IC-Linien 32 und 35 59 Minuten und der RE 5 benötigt 72 Minuten.

Eben der RE 5 braucht nur etwa 10 Minuten länger wobei man auch sagen muss, dass der RE 5 viel Fahrzeitpuffer zwischen Koblenz und Köln hat.

Deshalb ist der RE 5 auch regelmäßig so starkt verspätet, dass in Koblenz der Anschluss an die IC-Linien 30/31 Richtung Mainz verpasst wird.

Der RE 5 hat nur in Koblenz Anschluss an die IC aus/in Richtung Mainz, nicht aber in Köln.

Das hat ja die IC-Linie 30/31. An dieser IC-Linie gibt es auch nichts zu rütteln.

Und was ist mit Andernach und Remagen?
IC 2212 nach Hamburg fährt in Andernach um 6.18 Uhr ab, wer eine Stunde später in Hamburg sein will muss um 6.56 Uhr abfahren, noch eine Stunde später schon um 7.43 Uhr. Das sind Fahrtzeitverlängerungen von 22 Minuten (Umstieg von IC-Linie 32/35) bzw. 35 Minuten (Umstieg von MRB).

Die IC-Linien 32/35 haben in Köln Anschluss an die ICE-Linie 10, mit dem RE 5 wäre man 27 Minuten länger nach Berlin unterwegs.

Das ist man schon heute teilweise und darauf nimmt die DB AG auch keinerlei Rücksicht. Mal davon abgesehen wer tut sich das schon an mit Umstieg in Köln? Hat der IC Verspätung ist der ICE nach Berlin weg. Das macht man ein mal und nie wieder.

Der Anschluss vom IC auf den ICE klappt zuverlässig. Habe ich noch nie verpasst, selbst wenn der IC mal 5 Minuten Verspätung hatte. Umgekehrt habe ich den Anschluss schon oft verpasst, häufig fährt der IC Richtung Koblenz genau in dem Moment ab, wenn der ICE aus Berlin am Nachbargleis einfährt, weil die Bahnsteigaufsicht nicht mitdenkt.

Also der IC 2319 morgens um 6.53 Uhr nach Stuttgart Hbf fährt mit kümmerlichen 7 Wagen und oftmals auch mit Ersatzgarnituren. 25 Minuten dahinter fährt der IC 2338 der in Koblenz Hbf verendet. Diese 2 Leistungen kann man getrost zusammenlegen.

Das hat man schon geprüft und aus guten Gründen verworfen.
Der IC 2318/2319 wird mit einer Zuggarnitur der Linie 35 (für IC Bodensee) gefahren, die in Stuttgart früher montags bis freitags, heute nur noch freitags auf den IC 2014 wendet.
Die Zuggarnitur für den 2338 kommt leer von Koblenz nach Dortmund (Werkanbindung) und wird in Koblenz ab Dezember auf den heutigen IC 131/231 wenden.
Legt man IC 2319 und IC 2338 zusammen bräuchte man deutlich mehr Wagen für den IC 2319, dieser müsste zusätzlich in Mülheim, Remagen und Andernach halten, also früher in Dortmund los fahren, so dass er montags nicht mehr in Münster beginnen kann (Trassenkonflikt). Die Zuggarnitur, die man bisher für den IC 2338 benötigt hat, müsste dann in Koblenz übernachten oder leer nach Köln (Werkanbindung) überführt werden. Man bräuchte also mehr statt weniger IC-Wagen.

Und warum fahren wohl so viele Leute noch via. Rheinstrecke? Weil es billiger ist und die ICE auf der NBS (egal ob schnell oder langsam) alle das selbe kosten vom Fahrpreis her. Würde man die Fahrpreise an die Fahrzeiten koppeln könnte man sicherlich ein Teil der Rheintalfahrgäste auf die RE 300 umlenken.

Das ist eine Fehleinschätzung. Es gibt seit jeher ein dichtes Zugangebot auf der linken Rheinstrecke (bis zur Eröffnung der NBS waren es mindestens 4 Fernzüge je Stunde und Richtung). Daher fahren die Leute dort wesentlich öfters mit der Bahn als anderswo. Man darf Bonn, Koblenz und Mainz auch nicht isoliert betrachten, sondern muss den gesamten linksrheinischen Raum in den Einzugsgebiet mit einbeziehen.
Auch bietet die Rheinstrecke Direktverbindungen z.B. nach Heidelberg, die die NBS nicht bietet und viele Fahrgäste meiden das Umsteigen. Außerdem ist die Rheinstrecke viel schöner, nicht ohne Grund wollen die Schweizer die EC über die Rheinstrecke behalten. Auch für die Bahn ist es günstiger einen Zug zwischen Köln und Mannheim über die Rheinstrecke statt über die NBS zu schicken. Züge über die NBS sind nur rentabel, wenn viele Fahrgäste einen Premium-Preis bezahlen.

Demnächst fährt der RE 2 Koblenz - Frankfurt übrigens täglich und nicht mehr nur Mo-Fr und das zwischen Koblenz und Mainz parallel zur IC-Linie 32. Da kann man von ausgehen, dass einige auf den RE 2 umsteigen werden.

Demnächst sieht das Angebot so aus:
IC 30/31 Koblenz x.48 - Mainz x.37 (kein Zwischenhalt)
IC 32 Koblenz g.18 - Mainz u.11 (Zwischenhalt in Bingen)
RE 2 Koblenz u.04 - Mainz g.08 (6 Zwischenhalte)

Der RE 2 ergänzt den IC 32 eher als dass er parallel verkehrt.

Ob man den IC 2319 jetzt in Stuttgart verenden lässt oder bis Lindau durch bindet wo ist da bitte der Unterschied? Natürlich lassen sich die Züge integrieren notfalls mit großzügigen Pufferzeiten macht man beim IC nach Konstanz auch nicht anders.

Der 2319 käme als einziger Zug in Betracht (allerdings nicht freitags, da muss er auf den IC 2014 wenden, da dann IC 2005 nach Konstanz fährt und nicht mehr als IC 2004 zurück nach Emden fahren kann).
Denn zwischen IC 2319 und IC 2313 kommen die Schweizer EC.
IC 2313 wendet auf IC 2364 (Stuttgart an 16:22, ab 16:41 Uhr)
IC 2217 wendet auf IC 2210 (Stuttgart an 18:25, ab 19:10 Uhr)
IC 2311 (Stuttgart an 20:25) ist zu spät für eine Verlängerung.
Wer außer die IC-Linie 32 soll da nach Klagenfurt, Innsbruck, Oberstdorf und Tübingen fahren?


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