Sorry, aber... (Allgemeines Forum)

worfie, Freitag, 25.07.2014, 19:26 (vor 4278 Tagen) @ Destear

Warum wirst du gegenüber der betroffenen Mitarbeiterin im Speziellen und dem Personal an sich, auf dass du hier ja anscheinend zu reflektieren ersuchst, gleich so unfair?

In Deinem geschilderten Fall war die Zugbegleiterin allerhöchstens unfreundlich, hat doch aber ansonsten die richtigen Auskünfte erteilt. Ja, es wäre besser gewesen, bei der Zuteilung eines Sitzplatzes behilflich zu sein und das Fehlen des reservierten Platzes zu bestätigen. […] Trotz alledem: Ein Fahrgast, der seinen reservierten Sitzplatz nicht einnehmen kann, ist kein Unfallopfer und eine derartige (ethische) Pflichtverletzung kann man dem Zub nicht vorwerfen…

Erst einmal als kleine Richtigstellung vorneweg: Die Art und Weise wie die Zugbegleiterin gesprochen hat und aufgetreten ist war in keiner Art irgendwo unfreundlich oder unhöflich. Da war alles in bester Ordnung. Die Kritik richtet sich in diesem Falle auch nicht gegen das Zugpersonal vor Ort, sondern an die Personenkreise, die über die Betriebsabläufe vor Ort zu entscheiden haben.

Das in einem solchen Fall das Bahnpersonal durch den Zug gehen sollte und die bezahlten Reservierungen zurückerstatten und Ersatzplätze anbieten sollte, ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit, wird aber nicht gemacht. Dem Zugpersonal vor Ort sind dann wohl zumindest bei den Erstattungen der Reservierungen anscheinend auch die Hände gebunden. Stattdessen dürfen sie Gummibärchen verteilen.

Dass ein Fahrgast, der einen reservierten Platz nicht einnehmen kann, kein Unfallopfer ist, ist klar. Aber mit einer Reservierung gehe ich als Fahrgast einen Vertrag an. Wenn da mal ein oder zwei Mal im Jahr bei irgendwelchen Zugläufen etwas nicht funktionieren würde, wäre das ja auch kein großes Drama, aber in Deutschland scheint es eher üblich zu sein, dass Züge ohne Reservierungen nicht zwei Mal pro Jahr, sondern zwei Mal pro Stunde auftauchen.


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