intelligenter Bahnausbau (Allgemeines Forum)

ThomasK, Donnerstag, 20.06.2013, 03:00 (vor 4674 Tagen) @ Alphorn (CH)
bearbeitet von ThomasK, Donnerstag, 20.06.2013, 03:01

Nur was wenn die BEG das Geld in später mal lieber für besseren Takt als mehr Zugbegleiter ausgeben möchte? Mit der aktuellen Bastellösung Faltrampe ist man jahrzehntelang (!) auf Zugbegleiter angewiesen.

Persönlich finde ich Zugbegleitung eher lästig, weil ich jedesmal meine Bahncard rauskramen muss. Oder wird in diesen Zügen nur stichprobenweise kontrolliert? Jedenfalls sollte man lieber besser Takte anbieten.


Das sehe ich exakt so wie du. Es zeigt sich, dass die Schwarzfahrerquote erst dann signifikant zunimmt, wenn die Zugbegleiterquote unter 25% fällt. Zum Vergleich: Bei der S-Bahn wird in 2% aller Fälle kontrolliert.

Ich denke, eine Zugbegleiterquote von 50% wäre ein guter Kompromiss. Viel wichtiger als eine Zugbegleiterquote von 100% und lange Schalteröffnungszeiten an Nebenbahnhöfen wären funktionsfähige Automaten, längere Züge und ein Stundentakt auf der NBS Nürnberg - Ingolstadt gewesen.

Wie schon wiederholt bemerkt, ist das Zuglängenproblem des Nürnberg - München Express in Wirklichkeit gar keines. Völlig problemlos könnte man ohne jegliche Änderung an der Gleisgeometrie die Bahnsteige in Kinding und Allersberg auf 430 m Länge verlängern, was Sinn macht, damit auch im Notfall mal ein ICE dort halten kann. Und dann lässt man eben alle Nürnberg - München - Express durch Ingolstadt Nord durchfahren. Ende der Durchsage.

Mit den Zügen nach Eichstätt hätte Ingolstadt Nord sowieso einen 30-Minuten-Takt gehabt in der Eventualposition und dann ist es selbstverständlich Aufgabe der Stadt Ingolstadt mal ein gescheites städtisches Busnetz anzubieten. Man braucht nur mal den sehr guten ÖPNV von Bern, was genauso groß ist wie Ingolstadt, vergleichen mit dem lächerlichen Busnetz, was Ingolstadt anzubieten hat.

Für einen einstelligen Millionen € Betrag hätte man dann Eichstätt Bahnhof - Eichstätt Stadt gleich mit elektrifiziert und durchgehende RBs von Eichstätt Stadt nach Ingolstadt Hbf anbieten können. Aber der Freistaat Bayern verballert ja lieber 100 Millionen € für eine völlig sinnlose S-Bahn-Tunnelplanung, als die Eisenbahn intelligent auszubauen und dann wird wieder bei den Zugkilometerbestellungen geknausert. Zum Glück wird im November der Tunnel endgültig abgeschossen. Zusammen mit den für die sinnlose Transrapidplanung herausgeschmissenen Geldern hat dann der Freistaat Bayern über 200 Millionenn € in den Sand gesetzt.


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