Bayern: Ringzug West bleibt bei DB, Škoda-Fahrzeuge (Allgemeines Forum)

GibmirZucker, Montag, 17.06.2013, 22:40 (vor 4679 Tagen) @ Twindexx

Umgekehrt: Es sieht eher so aus, dass Škoda mit dem Preis getaucht ist um einfach einen Fuss im deutschen Markt zu haben. Allein die Neuentwicklung von druckdichten Dostos nach deutschem Umgrenzungsprofil geht ziemlich sicher ins Geld.

Bombardier kriegt es ja nicht mal gebacken, einen ganz simplen Auftrag termingerecht auszuführen, d.h. auf Nahverkehrsdostos basierede Wagen mit Fernverkehrsbestuhlung zu liefern und zugelassen zu bekommen. Jetzt soll Skoda in einer sehr kurzen Zeit mit einer Neuentwicklung eine Zulassung bekommen? Immerhin hat Skoda
- überhaupt noch keine Dostos für 200km/h geliefert
- schon gar nicht solche, die auf HGV-Strecken eingesetzt werden können
- kaum Erfahrung mit dem Zulassungsprozedere in Deutschland

Die Kombi von einer Lok, die noch keine D-Zulassung hat sowie Wagen, für die es überhaupt keine Vorbilder gibt, potenziert das Risiko. Andererseits ging Stadler mit dem Westbahn-Auftrag in die Vollen und abgsehen von klapprigen Türen laufen die Züge gut und wurden beinahe pünktlich geliefert. Eine Regel ist es wohl nicht, dass eine völlige Neuentwicklung riskanter ist. Ein abschreckendes Beispiel ist dagegen natürlich Ansaldo Breda... kann echt in die Hosen gehen, was neues entwickeln zu wollen.

Schafft aber Skoda den Sprung, wird es interessant, da die Züge dann auch existierenden und künftigen Mitbewerbern der DB angeboten werden könnten, wenn mal eine Zulassung vorliegt.


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