Ticket-Streit: Bahn wirft Russin aus dem ICE (Allgemeines Forum)

Ludo, Niedersachsen, Montag, 15.04.2013, 21:09 (vor 4789 Tagen) @ GibmirZucker
bearbeitet von Ludo, Montag, 15.04.2013, 21:10

Die Grundvoraussetzung: In dem Fall ist ein russischer Pass als ID nicht gültig. Gesunder Menschenverstand sagt aber, dass es kein Problem ist, immerhin stimmen die Ziffern, immerhin

Ganz genau. Ich hatte mal eine ähnliche Situation (was zwar jetzt nichts mit Bahnfahren zu tun hat, aber die Problematik ganz gut darstellt): Ich bin mit meinem deutschen PKW nach Lyon gefahren und wollte dort parken. An dem Parkscheinautomat gab es ein kostenloses Ticket für 30 Minuten, allerdings musste man dazu die ersten vier Ziffern des Kfz-Kennzeichens eingeben (um Mehrfachnutzungen zu vermeiden, denn es war nur ein "Gratisparkschein" pro Tag möglich). Also - was hab ich gemacht? Da die einzigen Zahlen meines Kennzeichens die "58" am Ende war, habe ich "5800" eingegeben. Ob eine Kontrolle da war oder nicht kann ich nicht sagen, aber ich bin mir sicher, dass man das akzeptiert hätte.

sollte ich in meinem Verdacht richtig liegen - war es eine Fahrkarte mit Zugbindung, d.h. das Risiko einer Doppelnutzung fällt flach

Wie an anderer Stelle schon geschrieben wurde, ergeben sich für manche Länder Probleme mit der Darstellung des Namens, wenn für diesen beispielsweise Sonderzeichen erforderlich sind. Oder der Ausweis ist voll mit irgendwelchen Nummern, sodass für einen Laien nicht ersichtlich ist, wo die Ausweisnummer steht. Man darf nicht vergessen, dass der Perso als ID generell noch nicht sehr lange zulässig ist. Ich sehe diesen Schritt als Verbesserung des Serviceangebots an und finde es daher richtig, dass man dies mit gewissen Einschränkungen zulässt.

Die nächste Frage wäre dann, wie sie das OT bezahlt hat. EC-Lastschrift geht nur mit Bahncard oder mit Freischaltcode (??), den man vorher beantragen muss. Ansonsten braucht man - wenn man mal von diesem *kein Kommentar :-)* PayPal absieht - eine Kreditkarte. Also kann man diese auch als ID benutzen, und das funktioniert für alle Länder und alle Nationalitäten.

Was die teilweise paradoxen Passagen des Artikels angeht bin ich voll und ganz deiner Meinung.

Gruß, Ludo


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