Angebot Hamburg - Jütland über Pattburg (Aktueller Betrieb)

Sören Heise, Region Hannover, Dienstag, 06.03.2012, 14:31 (vor 5261 Tagen) @ JumpUp

Hej!

Das "Festland" von Dänemark heißt Jütland. ;-)


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Mal vier anhand der heimischen Kursbuchsammlung leicht erstellbare Übersichten:

Jahresfahrplan 1999

Vier IR-Zugpaare Hannover - Fredericia.
Zwei RE bis Padborg (nur in Inlandstabelle) und zwei ab Padborg (nur in Auslandstabelle).


Winter 1996/1997

Ein IR-Zugpaar Hannover - Århus.
Ein IR-Zugpaar Hannover - Frederikshavn (Nordpilen).

Also zwei Fernzugpaare über den Grenzbahnhof hinaus.
Daneben sieben Zugpaare Deutschland - Padborg.


Jahresfahrplan 1991/1992

Drei Schnellzugpaare Altona - Fredericia.

Dazu ca. 15 Zugpaare des dänischen Binnenverkehrs ab/bis Flensburg.


Sommer 1975

Zwei Schnellzugpaare Hamburg - Frederikshavn.
Im Sommer zusätzlich ein Nachtzugpaar.
Ein Schnellzugpaar Hamburg - Fredericia.

Dazu zwei Zugpaare des dänischen Binnenverkehrs.


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Tatsache ist:

- Deutschland hat ein paar wenige ICED (die vor Kurzem einen Umlauftag abgegeben haben) und sehr wenige, die aufgearbeitet werden (unklar, ob mit Dänemark-Zulassung).

- Dänemark hat ein wenig mehr IC3 für den internationalen Einsatz. Diese decken neben saisonalem Vogelflug vor allem die Relation Kopenhagen - Flensborg ab. Daneben haben die DSB durch das Unvermögen einer italienischen Firma und ihre Fahrgäste Fahrzeugmangel.

- Die Gesamtzahl der grenzüberschreitend einzusetzenden Einheiten liegt um die 30, siebzehn IC3 und laut Wikipedia zehn ICED.

- Einen Einsatz von lokbespannten Zügen halte ich für nahezug ausgeschlossen. Selbst wenn man dänemarktaugliche Wagen hätte: Es fehlt an Dieselloks. Die einzigen in Dänemark vorhandenen sind im Kopenhagener Regionalverkehr tätig.


Zu fragen ist:

- Wie oft kommt es zu den geschilderten Überfüllungen? Sind es nur einzelne sommerliche Ferienhausbettenwechselwochenenden oder gibt es sie auch außerhalb der Tourismussaison?

- Davon ausgehend, daß es wohl nur wenige Tage betrifft: Ist es einer betriebswirtschaftlich denkenden Eisenbahngesellschaft zu verübeln, daß sie keine Wagen vorhält, die sie nur an wenigen Tagen im Jahr benötigen würde und die sich sonst die Räder plattstehen?


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Tatsache ist auch, daß sich der internationale Fernverkehr teilweise verschlechtert hat, Köln - Brüssel hatte ich hier mal verglichen. Via Emmerich gibt es wohl auch keine neun täglichen Tageszüge mehr wie 1991/1992.


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Die Kernfrage wäre also:
Würde es sich für die beteiligten Bahngesellschaften lohnen, ein über das derzeitige Maß hinausgehendes Fernverkehrsangebot zwischen Hamburg und Aarhus anzubieten, für das man eigentlich keine Fahrzeuge hat?

Auf deutscher Seite besteht ein stündliches, subventioniertes Angebot im Regionalverkehr.

Grenzüberschreitend besteht ein zweistündliches, mindestens von deutscher Seite subventioniertes Angebot. Der Folgeabschnitt bis Tingleff wird zweistündlich mit einigen Verstärkern gefahren.

Weiter nach Norden besteht bis Kolding ein stündliches Angebot (Subventionierung unklar; Lars, liest Du mit? ;-), das zur Hauptstadt ausgerichtet ist. In der Relation Nord <-> Süd sind die Anschlüsse suboptimal, besonders wochenends und feiertags.


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Viele Grüße, Sören

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