absolut erstklassiger Service in der 1. Klassse (Reiseberichte)

Zugfahrer, Sonntag, 25.09.2011, 21:28 (vor 5294 Tagen) @ BR_103

Was den 1. Klasse-Service betrifft, so gehe ich selbigen immer aus dem Weg.

Das Anbieten der Zeitung, womit "Dein" Zub schon gegen die Dienstsvorschriften verstoßen hat, weil er es nicht durchführte, dient ja bloß dem Herstellen eines Erstkontaktes um dem Fahrgast im Anschluss besser Speisen und Getränke verkaufen zu können.

Die Zeitungen entnehme ich selbst der Zeitungstasche, da muss ich nicht erst auf den Zub warten. Die mehrmaligen Fragen des 1. Klasse Bordstewards "Darf ich Ihnen etwas bringen", "Darf es eine Tasse Tee oder Kaffee sein?", etc. stören mich immer beim arbeiten. Bei der ersten Angebotsfrage des Bordstewards antworte ich immer freundlich, dass ich den gesamten Reiseweg im Zug weder etwas vezehren noch etwas trinken möchte. Ich möchte auch nicht danach gefragt werden, der Bordsteward möge mich "Null-Umsatz-Kunden" betrachten und mich in Ruhe lassen. Daher ist es mir egentlich egal, ob die Zub freundlich oder weniger freundlich sind.

Einmal hat mich ein Zub "zusammengepfiffen" weil ich nach dem Aufstehen in der 1. Klasse die Armlehne nach dem Aufstehen nicht wieder heruntergeklappt habe. Die Armlehnen müssen wohl wie bei der Bundeswehr, in Reihe und Glied, stets nach unten geklappt sein. Alles in einer Reihe, sonst würde es Ärger mit dem Zugchef und dem Jobmonitoring geben, so der Zub. Das habe ich dann stets durchgeführt, dann gab es keinen Ärger mehr mit dem Personal.

Die angebotenen Kaffeebecher für 2,70 € empfinde ich recht teuer und viel zu groß. Ein kleiner Becher Kaffee würde mir auch reichen, das muss ich nicht so oft das WC aufsuchen. Diesen bietet die DB leider nicht an.
Die Speisen aus dem Bordrestaurant werden per Mikrowelle aufgewärmt (in Ausnahmefällen auch per Steamer), selbige finde auch recht teuer. Daher nehme ich, auch bei Reisen in der 1. Klassse, stets Stullenpaket und Getränke mit. Das spart Geld, an den Start- und Zielbahnhöfen nutze ich bei Bedarf meine "Geheimtipps" wo ich für 0,50 € einen Becher Kaffee trinken und für 2,00 € Mittagessen kann.
Außerdem ist die Speisekarte sehr eng gehalten, zwei Monate lang drei Gerichte eines Spitzenkochs sowie das ganze Jahr über einige Standardspeisen. Bei etwa 15 Dienstreisen im Monat hätte ich mir die Speisekarte längst "übergesessen".
Für eine aufgewärmte Speise in der Mikrowelle, wie aktuell der Tafelspitz, finde ich die 13 € dafür ziemlich teuer.

Die Speisen in den ICE-Sprintern von Frankfurt nach Berlin und zurück, verschmähe ich ebenfalls, (auch wenn sie im Sprinteraufpreis enthalten sind) weil sie mir oftmals nicht schmecken oder wenig sinnvoll zusammengestellt sind (z.B. zwei Brötchen aber nur ein Stück Butter, welches aber nur für ein Brötchen reicht.)

Die 1. Klasse Stewards habe ich immer als Mitarbeiter erlebt, welche letztendlich auch bloß ihre Arbeit machen.


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