AVE-S130H, Sammelantwort / Talgo250 Hybrid USA (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 26.07.2011, 08:15 (vor 5372 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von Oscar (NL), Dienstag, 26.07.2011, 08:19

GUM:

Einen Talgo dieser Art könnte ich mir auch als IC-Nachfolger auf einigen Routen vorstellen (ohne Umspurung natürlich).

Leider für Talgo hat DB für Siemens Triebwagen gewählt.
Ansonsten ist die Idee natürlich cool: man kann ja NRW-Oberstdorf ohne Lokwechsel fahren. Aber das geht mit einer ALP-45DP (bimodale Version der 101) auch. Dazu neue IC-Wagen und man kann fahren.

ice-t-411:

Scheint mir auch eine recht komplizierte Lösung zu sein. Man schleppt auch viel Totmasse mit.

Das ist das grundsätzliche Nachteil aller bimodalen Fahrzeuge.
Man hat mehrere Antriebsmodulen, aber benutzt immer nur eine

General sollte man manchmal überlegen, ob es nicht billiger ist einen Zuglauf zu teilen oder die Bespannung zu wechseln.

Bimodalität lohnt sich m.W. wenn:

1. es um lange Strecken handelt die nur teilweise elektrifiziert sind (wie Madrid-Murcia), und dabei der Anteil Diesel relativ groß ist. In Frankreich kamen damals die TGVs auch an Nantes vorbei ins fahrdrahtlose Gebiet, aber dort wurde einfach eine CC 72000 vorgespannt. Von Paris aus betrachtet war das eher ein "last mile diesel".

2. es um "Fahrdraht-Blinklicht-Strecken" handelt, also mit vielen Umschaltstellen, und "unter Fahrdraht dieseln" nicht erlaubt/gewünscht ist. Das ist in Frankreich der Fall. Auch die "S-Bahn" von New Jersey befährt nicht-elektrifizierte Abschnitte aber zugleich Tunnelstrecken wo Dieselverbot gilt.

Alex101:

Sehe ich das richtig, dass im Dieselbetrieb die E-Triebköpfe (wegen der Führerstände) mitgeschleppt werden müssen?

Nicht nur wegen der Führerstände, sondern auch weil sich dort die Elektromotoren befinden.
Die Endwagen sind keine vollständigen Dieselloks, sondern als geblendete Reisezugwagen maskierte Kraftwerke.

Die Beschleunigung dürfte sich selbst bei 2x 1800 kW in Grenzen halten.

Das ist auch der Fall bei 2x218 + 7 IC-Wagen.
Aber ich nehme mal an, auf Madrid-Murcia wird nicht so oft gehalten wie auf München-Lindau, also wird die Beschleunigung weniger ein Thema sein.


@all: das Dokument stammt von www.talgoamerica.com
Ich vermute, das Unternehmen möchte eine Rolle spielen bei der Planung eines HGV in den Vereinigten Staaten.
Dann hat man ein Fahrzeug, dass auf HGV-Strecken die Oberleitung benutzt aber auf (meistens nicht elektrifizierten) Altstrecken dieselelektrisch kann.
Es soll als "Talgo250 Hybrid" vermarktet werden. Forum zu diesem Zug.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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