Danke für den genialen Beitrag (Allgemeines Forum)

GUM, Freitag, 07.01.2011, 20:21 (vor 5617 Tagen) @ Südfeld

3. Individualität und Status: Man kann sich selbst darstellen, durch Automarke, -farbe, Fahrverhalten usw. (Wem es wichtig ist...)

4. Soziale Distanz: Man hat eine - wenn auch winzige und äußerst funktional gestaltete - mobile "Zweitwohnung" mitten im öffentlichen Leben: immer ein bis zwei Blechwände von anderen Gesellschaftsmitgliedern getrennt, und muss - wie bereits von Dir veranschaulicht - jenseits der Beachtung der StVO-Regeln in seinem individuellen Verhalten wenig Rücksicht auf andere nehmen. (Dieser Punkt leuchtet mir persönlich am ehesten ein - volle Züge machen genauso wie volle Aufzüge nicht gerade entspannt, weil die räumliche Wohlfühldistanz zum Anderen nicht immer gewährleistet ist.)

Die beiden Punkte haben mir am besten gefallen ! Wenn man sich die Werbung scheinbar hochwertiger Automarken ansieht, dann liest man eben exakt dies. Der VW-Patriarch schrieb mal von einem 7 Klassen-System bei den Automobilen.

Für den Punkt 4 könnte man sich ja auch am Railjet orientieren. Da gibt es 3er-Gruppen, 4 er Gruppen und zwei Einzelsitze. Und massig Platz zum Nachbarn. Allerdings ist das Raumgefühl dann in der einklassigen S-Bahn wieder verschwunden. Vielleicht sollte man deshalb in ALLEN Zügen zumindest eine Komfortklasse mit viel Abstand anbieten ?!


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