HKX, Sagehorn und Futterversorgung (Aktueller Betrieb)

fjk, Mittwoch, 11.08.2010, 09:28 (vor 5702 Tagen) @ Lumi25

Man begnügt sich mit heutigen IC-Verstärkertrassen.

Moin :-)

Man begnügt sich mit der klassischen Rollbahn, die eine "schon immer" zweispurig ausgebaute Hauptbahn ist. Den Dortmundschlenker hat die Behördenbahn für den IC erfunden (vom Passagieraufkommen sicher sinnvollerweise) und der hat wegen der Eingleisigkeit ebenfalls "schon immer" Probleme gemacht. Allerdings wird da seit Monaten gewühlt: tut sich in dieser Hinsicht nach 35 Jahren IC-Verkehr etwa was?

Naja, zum Thema:
Sagehorn und Bremer Passagierpotential: also in den und aus den geschätzten Rollbahn-ICs steigen in Bremen schon eine ganze Reihe Passagiere. Natürlich nicht im Vergleich zu HH Hbf, aber mit Essen würd' ich's allemal vergleichen. Da aber ein nicht zu verachtender Teil dieser Passagiere eher aus dem platten Bremer Umland kommen dürfte (zumindest jagen viele zu den Anschlüssen, und einwohnermäßig kommt Bremen mit Essen denn wohl doch nicht mit), ist ein Umstieg, noch dazu im sympatischen, mit einer Galerie versehenen (vielleicht bauen die ja ihr gastronomisches Angebot aus?) Sagehorner Hauptbahnhof nicht das Problem. Problematischer dürfte sein, dass es da eben nur auf die Strecke Bremen-Hamburg geht, mit dem Minimetronom nicht mal mehr nach Twistringen - für einen Teil des Passagierpotentials (Bremerhaven, Delmenhorst, Vegesack, Verden) könnte also ein weiterer Umstieg fällig werden. Könnte: denn wir befinden uns auf dem platten Lande. Da wird ohnehin mit dem Auto zum Bahnhof gefahren (oder wie ist der Eindruck der Fahrgastzähler hier;-)) - und dann kannste auch gleich ins autobahnmäßig optimal angeschlossene Sagehorn fahren, vor allem nach Bremerhaven (27), Delmenhorst (naja, via 1 oder B75) und Verden (27). Insbesondere gilt das für den preisbewußten Gelgenheitsbahnausflügler. Insofern ist dem Sagehornhalt neben der Lokführerblase wahrscheinlich auch der Bremer Speckgürtel dankbar. Und die Verfügbarkeit von zwei Autobahnen dürfte den Ausschlag für Sagehorn gegenüber Kirchweyhe geben.
Die Futterversorgung dürfte auf einer so übersichtlichen Linie ja wohl nicht das Problem sein - da reicht ja ein Standort bzw. ein Liefervertrag mit der Sagehorner (na gut, Schaphusener) Landschlachterei oder irgendwo sonst entlang des Weges, schnell ein paar Frika-Brötchen in das Bistro geworfen und gut. Nein, ernsthaft: einigermaßen vernünftig kalkuliert sollte man doch mit einer "Zugfüllung" hinkommen für die Strecke, auch wenn man nur einen Standort zum Nachbunkern hat. Der wäre dann im Zeichen der Betriebssicherheit (eben Nachbunkern) eher streckenmittig vielleicht tatsächlich sinnvoll. Logistisch ist das weit weniger anspruchsvoll als ein Netz mit werweißwolanggehenden Umläufen zu beliefern, es sollten sogar kürzere Vorlaufzeiten drin sein. Dass -irgendwo muss man ja sparen- das Angebot wohl eher dürftiger aussehen dürfte, eben Frika-Brötchen, kann sich jeder leicht vorstellen. (Was) Haben diese Ösitriebwagen denn überhaupt für 'ne Futterkiste? Wiki spricht zwar von Halbspeisewagen, aber ob die drin bleiben?

Einen Versuch (und die ein oder andere Testfahrt) ist es auf dieser Strecke allemal Wert. Und wo soll man der Bahn sonst Feuer machen, als da, wo sie sich gehen lässt... obwohl Potential da ist. Die Macher werden schon geschaut haben, woran der Metropolitan gescheitert ist. [Am fehlenden Halt in Sagehorn!?!]

freut sich auf Testfahrt und Frika-Brötchen
fjk


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum