Anschlüsse in Hannover gestern und heute (Aktueller Betrieb)

sebastian-berlin, Dienstag, 20.07.2010, 22:51 (vor 5921 Tagen) @ Mario-ICE

Hallo sebastian-berlin,

auf die teilweise verunglimpfenden Äußerungen gegenüber Mitarbeitern der DB möchte ich nicht weiter eingehen, ich glaube damit stellst du dich nur selber ins Abseits.
Wer hier mal die Suchfunktion benutzt wird hier einiges zum Thema Anschlussprocedere finden, da dieses Thema immer wieder mal aufkommt.

Leider wird halt von den meisten Reisenden die Übergangszeit nicht beachten und behauptet wird dann immer der Zug hätte nur 1 Minute warten müssen, was in den meisten Fällen natürlich absoluter Blödsinn ist, da sie unter Umständen noch nicht einmal in der Zeit aus dem Zug gestiegen wären.

Schön, Mario, dass Du mir vorwirfst, dass ich mich interessiere ;)


Ein Taktfahrplan lässt halt nur ein gewisses Maß an Wartezeit zu, weil sonst im nächsten Knoten wieder Anschlusskonflikte entstehen, die man in der Regel aus dem Zug nicht erkennen kann und sowieso das subjektive Empfinden "meines Zuges" höher ist als wenn man von neutraler Seite herangeht.

Die neutrale Stelle ist nicht der Punkt. Es gibt eine allgemeingültige Definition von Qualität, und das ist nicht mehr oder weniger als "die Einhaltung des Leistungsversprechens"

Bitte scharf nachdenken!

Ein weiterer Fakt im System des Nichtwartens ist schlicht und ergtreifend die Bahnreform. Die Besteller der Regionalleistungen wollen in der Regel einen pünktlichen Betrieb gewährleistet wissen. Da passt ein Warten auf Anschlussreisende von 10 Minuten halt nicht in die Philosophie, da die vermeintliche Gutleistung für den Reisenden für den Besteller eine Schlechtleistung darstellt und diese auch durch Abzüge bei den Bestellerentgelten "bestraft" wird. So entstehen halt in Deutschland Kuriositäten, dass 100 Reisende auf dem Umsteigebahnsteig stehen und der Anschlusszug fast leer aber pünktlich abgefahren ist.

Schön. Aber wenn die Bahn den Laden sich so von der Politik runterwirtschaften lässt, anstatt (wie alle anderen auch) Lobbyarbeit zu leisten (ich finde es persönlich ekelhaft, dass das erforderlich ist, aber so is das System), dann braucht sie sich nich wundern. Ich erwarte ja nix ungewöhnliches, sondern nur, für das Geld die Leistung zu bekommen, die versprochen ist (und das ist in der Regel der Fahrplan!)


Solche Hintergrundinfos weiß der normale Bahnfahrer in der Regel nicht,wenn er dann zum verbalen Rundumschlag ausholt.

Danke für die Belehrung, die Besserwisserquote ist hier halt doch zu hoch. Ich werde hier permanent belehrt dafür, dass ich Wissen aus Gesprächen mit durchaus kompetenten Leuten einbringe, so frei nach dem Motto: "Du bist kein Bahmitarbeiter, Du hast keine Ahnung, halt die Fresse"

Persönlich hast du dich aber bei mir ins Abseits gestellt, da offensichtlich jede entstehende Störung, die durchaus auch mal bei einer Ausfahrt aus einem Betriebshof entstehen kann, mit fehlender Wartung etc und hätte man alles im Vorfeld sehen können. Ich empfehle dir sich auch mal mit Automechanikern und der ihren Leiden von heute zu beschäftigen.

Meine Schilderung war exemplarisch! Beispiel: Wie kann es sein, dass bis 2 Minuten NACH Abfahrt in Berlin Hbf niemand weiss, dass der Zug 25 Minuten Verspätung hat. Wenn ich schon ein Unternehmen so morsch wirtschafte, bei all der öffentlichen Kritik, dann muss ich wenigstens zusehen, dass der Informationsfluss mehr als optimum ist - das bin ich den zahlenden Kunden schuldig. Als Alternative hänge ich einen Fahrplan aus, wo überall bei den Zeiten "ca.", oder "+ - 25 Minuten" steht!


Also nix mit rosa Brille wie bei User "ICE 615" etc, einfach manchmal versuchen den Ball etwas flach zu halten.

Nein, nicht bei dem Preisniveau und bei den permanenten Fehlleistungen.

Und - ja - mir ist klar, dass das alles dem sinnfreien, zum Glück nicht stattgefundenden Börsengang geschuldet ist.

Aber die realsatirischen Situationen führen alles Gelaber auf Seiten des Managements ad Absurdum!


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