Dealmaker. (Fahrkarten und Angebote)

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Samstag, 24.01.2026, 22:18 (vor 5 Tagen) @ ICEwave
bearbeitet von Der Blaschke, Samstag, 24.01.2026, 22:22

Huhu.

Ich empfinde es als Ausgleich für den unzähligen vielen großen Ärger, den man hat. Die ungeplanten Stunden an zugigen Bahnsteigen. Die vielen vielen verlorenen Stunden wegen Verspätung. Die extra Nächte weil der letzte Anschluss nicht warten wollte. Den Anschlussverlust mit anschließendem Stehen im Gang wegen verfallener Reservierung. Und und und... Ich könnte ein Buch schreiben über die letzten 20 Jahre... ein dickes Buch!

Jo. Das würde ein Fortsetzungsroman. Eine Enzyklopädie. Dicker als jeder Brockhaus.

Und wenn ich mal den Vergleich zum Auto ziehe: die Verspätungen über 1 Std beim Pillenfahren in 15 Jahren - zeitanspruchsvolle Touren über ca 350km über die A 1 und/oder durch Innenstädte Osnabrücks und Münster - kann ich an 2 Händen abzählen. Und obwohl die Autos hart gefordert werden und ratzfatz astronomische Kilometerleistungen erreichen (Rekordauto war unser Tag-/Nachttour-Sprinter mit ca 180.000 km im Jahr), kommt Verspätung wegen "technischer Störung am Pkw" nur sehr selten vor. Wenn ich nur die Verspätung bei Bahnens über 1 Std in den 15 Jahren dagegen rechne - ähm, lieber nicht. Das Auto ist in Deutschland UM WELTEN zuverlässiger! Als Bahnfan: leider!

Und so ist der Deal ganz simpel: ich belästige die DB nicht mit Beschwerden oder belaste sie mit FGR-Forderungen - dafür gönne ich mir an anderer Stelle Freiheiten. Absolut fairer Deal.

Würde der Betrieb gut laufen, würde ich sagen: Du hast recht! Gäbe es saftige Pauschalen (Minimum ab 60 Minuten 50€, ab 120 Minuten 100€) würde ich sagen: Du hast recht! Aber so wie es momentan ist nehme ich alles mit, um einen Ausgleich für all den Ärger zu erreichen!

Yes!

Ich unterstütze zwei Dinge kategorisch nicht:
- Betrug
- Das Angehen von Mitarbeitern in jedwedem Sinne.

Zustimmung.

Auch das "Bauen" von Tickets mit zig Umstiegen und Sollbruchstellen zur Flexticketgenerierung gehört dazu, wenn auch von mir noch nicht genutzt.

War mal nice, als lange feststand, dass Osnabrück <==> Münster länger gesperrt sein würde, aber die Fahrpläne noch nicht angepasst waren. Ich würde Urlaub haben. Also ne Batterie abenteuerlichster, spottgünstiger SSP gebucht. Als dann die Umleitung über Rheine im Fahrplan stand und all meine Verbindungen hinfällig waren, bin ich in einer Pause mal ins Reisezentrum der Zigarrenstadt und bat um 2 Handvoll Stempel. Frau Mitarbeiterin tobte und hätte mich gern eingebuchtet, donnerte dann aber die Stempel auf's Papier, dass ich Sorge um die Stabilität des Schreibtisches hatte. Dabei hatte die Eisenbahn gar kein Grund zum Klagen: hätte es nicht diese Möglichkeit gegeben, wäre ich gar nicht gefahren. Ihre Unfähigkeit bescherte der DB also sogar Zusatzumsatz.

Alles gut also. Die DB hatte Mehrumsatz, ich war zufrieden und sehe über manch Unbill weiter hinweg und bleibe treu. Und da ich überfüllte Züge hasse, nahm ich auch niemanden einen Platz weg. Und der erhöhte Energieverbrauch ob meines Gewichtes ist vernachlässigbar; dafür freut sich die Bahnhofsgastronomie ...

Wenn die Bahn die sechs knappen Umstiege gut und pünktlich abfährt, dann geht der Trick ja nicht auf, der Ball liegt also bei ihr.


Eben. Sie hat es ja in der Hand, einfach die versprochene Leistung zu erbringen.


Schöne Grüße von jörg

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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)


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