CH erzählt leider alternernative Fakten (Allgemeines Forum)

Sportdiesel612, Freitag, 02.01.2026, 17:53 (vor 38 Tagen) @ Aphex Twin

Wie du schon sagst: es ist eine Normung nach TSI, eine vor nicht allzulanger Zeit eingeführte europäische Normung. Vielleicht war die Schwankungsbreite in Deutschland immer höher und jetzt hat Deutschland sich auf eine gemeinsame Norm eingelassen.

Ich sehe da kein großes Problem. Wir haben hier in Deutschland eben richtigen Schienenverkehr, Fernzüge, Hochgeschwindigkeitsverkehr, und nicht nur so ein glorifiziertes Regio-S-Bahn-System in eurem Zwergstaat ;)

Daher habe ich als Wähler kein Problem damit, wenn die Oberleitung nur 14,9 kV hat und bin dagegen, dass wir unser Netz nur für empfindliche Regio-S-Bahn-Fernzüge anpassen, aus einem Land, wo es einen Shitstorm für den Erwerb ausländischer Züge gibt und wo die Religionsfreiheit nicht geachtet wird.


Unabhängig davon was im konkreten Fall tatsächlich passiert ist, bist Du dagegen europäische Normen in Deutschland einzuhalten? Es ist dir als Wähler egal wenn Züge die auf einer Strecke getestet werden auf einer anderen Strecke Probleme haben?

Wenn ein deutscher ICE in Frankreich oder Belgien Schaden nimmt, hast Du als Wähler kein Problem damit und bist dagegen am Netz dort Anpassungen vorzunehmen um den überzüchteten deutschen Zügen gerecht zu werden?

Normen im Bahnverkehr sollten also nicht eingehalten werden, je nachdem wie es um Minarette steht im Land aus dem der Zug kommt?

Das Problem hier ist, dass die Schweiz mit einem sehr arroganten Ton alternative Fakten erzählt, ohne sie zu belegen.

Was die Störstromüberwachung ist, habe ich in einem anderen Beitrag anhand einer Patentanmeldung von Siemens gezeigt.

Und zu den beiden Bügeln:
Wie die SBB ausführlich auf Nachfrage an Raul Business schrieb, ist die Ursache die Störstromüberwachung der Stromabnehmer. Diese sei im Unterschied zur Schweiz in Deutschland bei Doppeltraktionen bei allen Fahrzeugen aktiv (aufgrund von Vorgaben von DB InfraGo).
https://www.eurailpress.de/nachrichten/betrieb-services/detail/news/einsatz-der-giruno-...

Zur Spannungstoleranz der 15 kV. Da steht in der TNB der DB folgendes:
Ausschaltung bei Unterspannung:
Bei Spannungen am Stromabnehmer kleiner 10,5 kV muss sich das Fahrzeug selbsttätig ausschalten (siehe DIN EN 50388-1, Kapitel 11.3).

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der nominelle Wert 15 kV zugleich das Minimum ist. Bei unseren 230V im Haushalt ist die Toleranz nach der Wikipedia +/- 10%. Die Schwankungen im Bahnnetz dürften aufgrund der punktuellen Belastung und der Entfernung zu den Einspeisepunkten vermutlich höher sein, da spekuliere ich jetzt.

Die einzige Rettung für die Schweiz wäre ein unterschiedliche Definition der Begriffe und Toleranzen. Dann sollten die sich aber vorher schlau machen, was im Einsatzgebiet gilt und nicht einfach dahin fahren.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum