Ließe sich der Hamburger Hautbahnhof unterirdisch erweitern? (Allgemeines Forum)

Holger2, Dienstag, 04.02.2025, 10:21 (vor 402 Tagen) @ TIMTTG007

Hallo,

es ist angedacht, die S-Bahn Hamburg - Altona / Diebsteich auf eine neue Strecke unterirdisch zu verlagern.
Dadurch werden die nördlichen Gleise auf der Verbindungsbahn frei. Somit hätte man eine viergleisige Fernbahn nach Diebsteich. Die nördlichen Gleise könnten für den Verkehr von / nach Büchen / Lübeck verwendet werden, die südlichen für den Verkehr von / nach Harburg. Damit wäre es möglich, die Nahverkehrszüge aus Richtung Büchen / Lübeck in Richtung Neumünster / Itzehoe durchzubinden, während die Nahverkehrszüge aus Richtung Süden in Diebsteich wenden können bzw. die Fernzüge können dort an das ICE - Werk angebunden werden.
Das Problem ist derzeit der zweigleisige Fernbahnhof Dammtor.
Durch die langen Haltezeiten dort ist die Kapazität der Verbindungsbahn beschränkt. Darum können derzeit nur zwei Nahverkehrszüge pro Stunde aus Hamburg Hbf in Richtung Neumünster / Itzehoe fahren - die anderen Züge fahren darum erst ab Altona.

Ein weiteres Problem ist, dass aus Richtung Süden mehr Züge den Hbf erreichen, als in Richtung Norden weiterfahren. Darum ist es nicht möglich, alle Linien zu durchfahrenden Linien zu verknüpfen. Eigentlich werden in Richtung Süden die Gleise 14 und 13 für durchfahrende Züge benötigt, aus Richtung Süden die Gleise 12 und 11, da aufgrund der Fahrgastmengen eine längere Haltezeit benötigt wird (= zwei Bahnhofsgleise für eine zweigleisige Strecke, wie auf der Berliner Stadtbahn). Das bedeutet, dass diese Gleise zum Wenden von Zügen nur eingeschränkt zur Verfügung stehen.
Ein Teil der wendenden Züge muss darum über Gleis 8 wenden, oder über einen neu zu bauenden Bahnsteig für eins der Durchfahrtsgleise 9 oder 10.

Es ist grundsätzlich möglich, über Rothenburgsort nach Hamburg Hbf zu fahren. Dies wurde teilweise für Fernzüge gemacht, die aus Richtung Süden kommend in Richtung Lübeck weiterfahren. Nur so kann man die nördlichen Bahnhofsgleise erreichen.

Wie stark ein als Kopfbahnhof betriebener Durchgangsbahnhof die Kapazität einschränkt, kann man bspw. auch in Ulm jeden Morgen sehen. Dort steht dem durchfahrenden Fernverkehr regelmäßig gegen 8:30 nur ein Gleis für beide Richtungen zur Verfügung, weil alle anderen Bahnsteige mit wendenden Zügen vollgestellt sind.

Holger


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