Vier Fäuste für ein Banitza 14/14 (44 Bilder) (Reiseberichte)
Liebe Mitforisten, herzlich Willkommen zu meinem letzten Teil! Nachdem ich im letzten Teil eigentlich schon daheim war, bin ich nochmal nach Weihnachten für drei Tage in die Schweiz aufgebrochen, wo ich glücklicherweise kostenfrei bei einer Freundin in Basel unterkommen konnte. Am Ende des letzten Teils bin ich mit der alten Lötschbergbahn in Brig angekommen. Nun geht es mit der Matterhorn-Gotthard-Bahn weiter.
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Tag 56 (Basel –) Brig – Andermatt – Zürich – Basel
In Brig steige ich mit schlankem Anschluss auf dem Bahnhofsvorplatz in die Matterhorn-Gotthard-Bahn um, die mich nach Andermatt bringen wird.
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Nach dem Furkatunnel passieren wir den Autoverlad.
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Bald darauf erreichen wir Andermatt.
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Während mein Zug auf dem Weg nach Disentis den Oberalppass erklimmt, steige ich in die Schöllenenbahn um.
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Durch die Schöllenenschlucht geht es steil bergab nach Göschenen.
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Weiter geht es mit einem IR der SOB, ebenfalls ein nagelneuer Flirt, die Gotthardsüdrampe runter.
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Die berühmte Kirche von Wassen aus zwei Höhenlagen:
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Entlang des Vierwaldstätter Sees geht es durch die Urkantone Uri und Schwyz nach Arth-Goldau.
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Nach der Fahrt am Vierwaldstätter See erreichen wir Arth-Goldau. Dort steht dieser Triebwagen von Stadler für eine Metro rum. Ich vermute mal für den Export.
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In Arth-Goldau wechsle ich vom einen SOB-Flirt auf den nächsten und fahre mit dem Vorlapenexpress über den Zürichseedamm nach Rapperswil.
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Mit der S-Bahn Zürich geht es über die rechtsufrige Zürichseebahn nach Zürich.
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Der letzte Zug des heutigen Tages ist ein neuer Giruno, er mich als IR über die Bözbergstrecke nach Basel bringt. Hier wird es leider schon bald dunkel.
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Tag 57 Basel SBB – Biel – Les Brenets – Délémont – Basle SBB
Heute habe ich eine kleinere Runde als gestern durch das Jura vor. Hauptziel ist die Schmalspurstrecke von Le Locle nach Les Brenets, die zeitnah eingestellt und durch einen Bus ersetzt werden soll. Zudem möchte ich noch ein paar andere Strecken sammeln. Auf meine ursprüngliche Idee, über Besançon nach Le Locle zu fahren, verzichte ich nach dem Erlebnis mit dem Spontanstreik zwei Tage zuvor. Von der SNCF habe ich vorerst genug.
Los geht es, wie es gestern geendet hat, mit einem Giruno, diesmal aber nach Olten. Weiter geht es auf der Jurafußlinie mit einem Flirt als S-Bahn nach Solothurn, wo die schmalspurige Aare-Seeland-Bahn gleich den Bahnhofsvorplatz erreichen wird.
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Nun mache ich einen kleinen Umweg mit der Weißensteinlinie nach Moutier. Erfreulicherweise wird ein NPZ eingesetzt. Diese Baureihe fehlte mir noch bislang.
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Beim Aufstieg ins Jura bietet sich ein toller Ausblick auf die Berner Alpen im Sonnenaufgang.
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Von Moutier geht es mit Umstieg in Biel wieder nach La Chaux de Fonds, wieder in NPZ-Zügen.
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Mit einem Flirt der transN gelange ich schließlich nach Le Locle. Nachdem ich an den beiden Vortagen in Basel erfolglos geblieben bin, werde ich hier im Migros endlich fündig und kaufe zwei Tuben Kastanien-Vermicelles, die sich meine Mutter nachträglich zu Weihnachten gewünscht hat.
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Dieses niedliche Triebwägelchen wird mich nach Les Brenets bringen.
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Les Brenets ist schnell erreicht. Der Ort liegt am Doubs und ist ein beliebtes Ausflugsziel.
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Die beiden Tunnel sind der Hauptgrund für das Überleben des Bahnbetriebs bis jetzt. Sie verkürzen die Strecke im Vergleich zur Straße signifikant. Der Bus soll in Zukunft über die ehemalige Bahntrasse fahren.
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Le Locle und La Chaux de Fonds sind Zentren der Schweizer Uhrenindustrie und gehören zum UNESCO-Welterbe. Besonders ansprechend finde ich die Städte aber nicht. Liegt vielleicht am Wetter. Zwischen den Städten kommen wir hier bei Cartier vorbei.
Von La Chaux de Fonds geht es mit dem Chemins de fer du Jura durch die Franches Montagnes nach Glovelier, von dort mit der S-Bahn Basel auf der Juralinie nach Basel. Von La Chaux de Fonds führt noch eine weitere Schmalspurbahn nach Les-Ponts-de-Martel.
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Für heute wird es aber langsam Zeit, Schluss zu machen. Mit einem Schmalspurzug der Chemins de fer du Jura trete ich durch die Franches Montagnes den Rückweg nach Basal an. Der letzte Zug mit dem Interrailpass wird nach 2 Monaten ganz unspektakulär ein Flirt der S-Bahn Basel auf der S3 von Glovelier nach Basel sein.
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Damit ist jetzt aber wirklich Schluss. Das war meine letzte Fahrt mit dem Interrailpass. Morgen am Silvestermorgen geht es ganz langweilig mit einem Sparpreis im ICE von Basel Badischer Bahnhof nach Karlsruhe zurück. Mit einem Bild aus Basel vom Silvestermorgen beende ich den Bericht.
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Bei allen, die bis hier durchgehalten haben, möchte ich mich ganz herzlich für eure Aufmerksamkeit und die durchweg positiven Reaktionen bedanken. Mir hat das Schreiben des Berichts viel Spaß gemacht, weil ich die ganze Reise nochmal gedanklich repassieren konnte. Ich hoffe, ihr hattet ähnlich viel Spaß beim Lesen. Als ich mit dem Bericht begonnen habe, wirkte sein Umfang ein wenig erdrückend, aber jetzt ist er doch fertig geworden.
Abschließend möchte ich euch noch einige Statistiken zu Reise und ein Feedback zum digitalen Interrailpass bieten:
Insgesamt bin ich durch 14 Länder gekommen und habe mit 161 Zügen knapp 15.400 km zurückgelegt. Dazu kommen noch mit knapp 700 km mit der Fähre und 17 km mit dem Taxi. In der Kartenansicht der App sieht das ganze Chaos dann so aus:
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In sechs Ländern (Slowenien, Kroatien, Bulgarien, Griechenland, Slowakei, Tschechien) bin ich zum ersten Mal Zug gefahren. Bis auf Kroatien und Tschechien war ich auch generell zum ersten Mal in den Ländern. Für Chris waren zudem Rumänien und Ungarn neu.
Nachdem ich sie wirklich exzessiv genutzt habe, würde ich zum digitalen Interrailpass und der Railpanner-App insgesamt ein positives Fazit sehen. Nachdem was in hier und in Drehscheibe dazu geschrieben wurde, habe ich vor der Fahrt ein wenig Angst bekommen, ob der digitale Pass eine Fehlentscheidung war. Ich würde ihn aber wieder digital kaufen. Die einzigen echten Probleme hatten wir im Norden von Rumänien und die fand ich auch nicht akzeptal. Da muss Interrail vor Ort für eine gute Aufklärung beim Personal sorgen. Von ähnlichen Problemen habe ich letztes Jahr auch von einem Freund aus manchen französischen Regionen berichtet bekommen. Da das Einscannen bei meinem zweiten Kurzabstecher nach Rumänien im Dezember aber problemlos funktioniert hat, hoffe ich, dass das nur eine Frage der Zeit ist.
Chris hatte ein zwei Mal das Problem, dass sein Pass für kurze Zeit aus der App verschwunden war. Das hat zwar ein paar Nerven gekostet, dauerte aber jeweils nicht lange und hat uns keine Probleme verursacht.
In Bulgarien konnte der QR-Code nicht eingescannt werden, hier wusste aber im Gegensatz zu Rumänien jeder Zugbegleiter Bescheid und es gab keine Probleme. Die Pässe wurden visuell überprüft. Was man als Reise tatsächlich eingetragen hat, war den meisten Zugbegleitern bei dem Globalpass ziemlich egal. Meistens wurde nur das Datum kontrolliert. Jeden einzelnen Zug hätten wir also nicht zwingend eintragen müssen. Zur Dokumentation für mich habe ich das aber trotzdem immer ziemlich gewissenhaft gemacht.
Als Auskunftsmedium kommt die Railplanner-App auf keinen Fall an den DB Navigator ran. Der bleibt für mich das unerreichte Non plus Ultra. Nach Monaten in Frankreich und dem dortigen System, habe ich den DB Navigator vorletztes Jahr erst richtig zu schätzen gelernt. Ein Vorteil zum DB Navigator ist, dass die Fahrplanauskunft vom Railplanner auch offline funktioniert, was mir bei den letzten Fahrttagen in der Schweiz sehr nützlich war. Ein negativer Nebeneffekt davon ist natürlich, dass die Datenbank ziemlich viel Speicherplatz belegt.
Die einzige Verbindung, die Railplanner kannte, aber der DB Navigator nicht, war der Zug von Neo Petritsi nach Thessaloniki. Ganz korrekt waren die Infos aber auch nicht. Die meisten Zwischenhalte, unter Anderem Neo Petritsi haben gefehlt. Eingetragen habe ich die Fahrt deshalb schon ab Strymonas.
Was die Fahrttage angeht, ist die App ziemlich idiotensicher. Man kann alle Fahrttage bis 0 Uhr ohne Folgen deaktivieren. Da wir unbegrenzt viele Fahrttage hatten, war da bei uns bis auf die In- und Outboundfahrt aber eh keine Gefahr.
Für die nächste Zeit dürfte das der längste Urlaub gewesen sein. Wer weiß, wann wir mal wieder so viel Zeit haben? Als nächste Reiseziel wird es diesen Herbst nach Frankreich gehen und wahrscheinlich noch ein paar Tage über die Grenze nach Spanien rüber. Ich darf mich nämlich zu den wenigen Glücklichen zählen, die einen der Deutsch-französischen-Freundschaftspässe ergattern konnten. Von diesen beiden Ländern hätte ich auch noch einige Fahrten aus 2021 und 2022 für einen Bericht aufzuarbeiten, wenn ich die Zeit dafür finde. Als nächstes habe ich aber einen deutlich kürzeren Bericht über Argentinien in Vorbereitung, wo ich 2019 auch mit Chris unterwegs war.
Viele Grüße
Eric