NL: "S-Bahn"-Takt im "Fernverkehr". (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 03.03.2023, 15:36 (vor 1174 Tagen) @ ICETreffErfurt

ICETreffErfurt:

Für die Anschlusssicherheit und die kürzest mögliche Reisezeit wäre wohl eher ein S-Bahn-System im Fernverkehr besser, auf den möglichst alle Hauptkorridore im 10 oder 15-Minuten-Abstand bedient werden. Bei Anschlussverlust müsste man dann einfach ne Viertelstunde auf den nächsten Zug warten.

Also sowas wie bei uns in NL. Zur Zeit ist nur Amsterdam-Eindhoven 10-Minutentakt "IC" (und auch nur Mo-Do). NS wollte auch Nijmegen-Schiphol-Den Haag-Dordrecht in 10-Minutentakt "IC" anbieten, musste aber feststellen, dass die Reisebedürfnisse von Jan und Petra sich geändert haben. Denn Jan und Petra machen öfter Homeoffice, vor allem wenn die Bahn personalbedingt abstufen muss oder sogar mal streikt.

Gut, auf der Rennbahn K-F könnte man jeweils halbstündlich anbieten:
+ AMS/BRX abwechselnd - Köln - Frankfurt - Nürnberg - München
+ Dortmund - D/W abwechselnd - Köln - Mannheim - München/Basel abwechselnd
Das wäre schon 15-Minuten-Grundtakt, hinzu kämen dann Leistungen wie IC300 mit allen Halten, K/BN Flughafenanbindung, Abstecher nach Wiesbaden und Mainz.

Auf der bayerischen Rennbahn könnte man ab München halbstündlich Berlin, Hamburg und AMS/BRX anbieten und wenn man das perfekt über die Stunde verteilt macht, ist der 10-Minutentakt theoretisch da. Nun wird das mit dem MüNüX schwer; ihn müsste man in Kinding oder Allersberg überholen.

Nur schade, dass Otto und Bärbel meistens für einen bestimmten Zug reserviert haben und deren Tickets ggf. Zugbindung haben. Diese Hürde haben Jan und Petra nicht.
Hinzu kommt noch die Hürde der Eigenwirtschaftlichkeit = das ganze muss bezahlt werden.

Auf den Nebenstrecken sollten die Züge zumindest alle 30 Minuten fahren, wobei ich als "Nebenstrecken" solche Äste wie Passau–Nürnberg, Dresden–Berlin, Dresden–Leipzig oder Norddeich–Münster zähle.

Halbstundentakt ist hier in NL Grundtakt.

musicus:

In der Dichte klingt das für mich momentan doch noch ziemlich illusorisch, aber ich gehe damit konform, dass entlang möglichst aller Strecken in etwa eine Verdopplung der Fahrten angepeilt werden sollte.

Dazu braucht es auch mehr Züge. Gut, man kann ggf. stündliche Doppeltraktionen durch halbstündliche Einzeltraktionen ersetzen. Aber auch hier gibt es einen Fallstrick.

Auf Amsterdam-Eindhoven wurde festgestellt, dass der "IC" nach Maastricht meistens rappelvoll war, der 10 Minuten zuvor fahrende "IC" nach Venlo war durchschnittlich gefühlt, der 10 Minuten später fahrende "IC" nach Heerlen war quasi leer.
Grund dafür: der Maastricht-"IC" erstellte mehr Anschlüsse als die anderen beiden Züge. Der Zug erreicht Eindhoven um '55, auf der ganzen Stunde fahren viele Regionalbusse los. In Roermond wird um '00/'30 den Anschluss nach Venlo erstellt und in Sittard den Anschluss nach Heerlen (mit dieser Umsteigeverbindung ist man eher in Heerlen als mit der Direktverbindung von 10 Minuten später).


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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