NBS Wendlingen - Ulm weitgehend pünktlich (Allgemeines Forum)

MC_Hans, 8001376, Dienstag, 24.01.2023, 12:48 (vor 10 Tagen) @ Holger2
bearbeitet von MC_Hans, Dienstag, 24.01.2023, 12:49

Naja zum einen ist die Strecke Stuttgart - Ulm ja wirklich nicht unterversorgt. Zum anderen kann der Fernverkehr eben solche Nebenstrecken nicht bedienen, da er dafür ja nicht subventioniert wird, im Gegensatz zum Nahverkehr.

Ich hielte es für recht und billig, wenn dem FV der Halt in Merklingen egal wäre und würde es auch nicht als Rosinenpickerei ansehen, hier das eigene Betriebsregime fahren zu wollen.

Das Land BaWü hat mit den Verbesserungen der letzten Jahre (Taktverdichtungen, Einführung Landestarif, Ersatz von IR-Verkehren durch NV, etc.) eine Entwicklung hin zu einem stärkeren NV genommen, der einiges kostet, aber meiner Meinung nach viele Vorteile für die Bevölkerung bringt. Damit nehmen sie die Zügel stärker in die Hand.

Ein IRE200 muss Merklingen in beide Richtungen, d.h. auch nach Stuttgart anbinden, sodass vom Alb-Bahnhof nicht nur nach Ulm sondern eben auch zum Flughafen und nach Stuttgart gependelt werden kann. Ich würde davon ausgehen, dass die Landesregierung dadurch auch Kfz-Fahrten auf der A8 einsparen und die Regionalentwicklung rund um Merklingen unterstützen möchte.

Auf der Gesamtstrecke hat der Pendler Stuttgart-Ulm eine große Auswahl von verschiedenen FV- und NV-Linien. Für den FV entsteht ein (vielleicht ungünstiger) Wettbewerb zum subventionierten NV. Das muss für den Reisenden aber nicht unbedingt ein Nachteil sein.

Dass sich die Eingleisigkeit der Güterzuganbindung bis zur ÜSt Nabern nun als ein Engpass darstellt, wäre ein Versäumnis der Fahrplaner. Dies wurde aber doch abgewogen und für die Zeit bis zur Inbetriebnahme vom S21-Tiefbahnhof in Kauf genommen, oder nicht.


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