Nochmal: nicht zum Staat ... (Allgemeines Forum)

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Donnerstag, 25.03.2021, 09:35 (vor 1844 Tagen) @ Christian_S

Huhu.

Das könnte der Mitarbeiter eines staatlichen Netzbetreibers auch

Nur nochmal zum Mitschreiben: ich sprach noch nie von einem staatlichen Netzbetreiber! Dass 'der Staat' im Wirtschaftsleben total unfähig ist, beweist er aktuell mal wieder bei Corona mehr als genug. Da wäre ein Verschieben des Netzes dorthin tatsächlich eine noch größere Katastrophe.

Und dass die DB 'Gestaltungsmöglichkeiten' hat, sieht der Bahnkunde täglich, wenn der Weiße mit seiner öffentlichkeitswirksamen Verspätungsquote wieder extrem Vorrang vor allem anderen bekommt. Oder wenn das Trassenpreissysten oder die Stationsentgeltsysteme der DB nicht schaden.

Niemand käme auf die Idee, dass alle Grundstücke aller Lebensmittelläden Aldi gehören - auch wenn da ein Lidl oder ein Edeka draufsteht.

Das Netz ist am besten in einer Gesellschaft aufgehoben, die im Prinzip ALLEN Beteiligten gehört. Natürlich gibt das auch ein paar Reibungsverluste bedingt durch eine gewisse Kakophonie. Und natürlich wird jede einzelne Entscheidung vom Benachteiligten u.U. kritisiert werden. Aber schlussendlich wird von vornherein mehr drauf geachtet, dass eine einseitige Parteilichkeit nicht vorkommt.

Dass die DB das Netz unter allen Umständen behalten will, zeigt doch deutlich, dass es ein Eigeninteresse an der Gestaltung gibt. Und was die angesprochenen Gesetze und Regularien betrifft: Staatliche Stellen überwachen ein staatliches Unternehmen ... Wie das klappt, sieht man schon daran, wie egal dem Eigentümer sein Laden ist. Die Geschäftsführung werkelt und der Eigentümer nimmt es mangels Ahnung hin, solange die Publicity nicht zu negativ ist.

Das Netz gehört in eine 'Deutsche Eisenbahn GmbH'. Jeder, der darauf rumfahren will, muss sich finanziell an dieser GmbH beteiligen. Neben Trassengebühren und staatlicher Investitionen wäre dies eine 3. Schiene der Finanzierung. Wodurch sich z.B. Trassenkosten senken ließen und Mehrverkehr attraktiver wäre. Und wer drauf rumfährt, der weiß auch, wo es hakt und wo investiert werden muss. Da denkt auch jeder erst an sich - aber wenn niemand einseitig seine Wünsche zu 100% durchdrücken kann, entsteht der Zwang zum Kompromiss. Und das muss nichts schlechtes sein. Im Gegenteil.


Schöne Grüße von jörg


Und was deinen sich beschwerenden Lokführer angeht. Bei meinem Kumpel auf dem Stellwerk maulte auch einer rum, warum es nicht voran gehe und er ewig rot sehe. "Kollege, wir haben Corona! Da ist Abstand halten oberstes Gebot!". Und schon war Ruhe im Äther ... ;-)


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum