Umstieg auf HGV nur mit enormen Vorteilen gegenüber Fliegen (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 22.01.2021, 12:20 (vor 1902 Tagen) @ Ost-Lok-Fan

Ost-Lok-Fan:

Warum muss man deutlich unterbieten und warum gleich die große Keule mit NY - SF?

Weil Zeit in der Business Welt ein entscheidender Faktor ist.

Planet Erde kann ohne Business.
Aber:
ohne Planet Erde kein Business.

Es wäre doch schon mal eine gute Sache, an der Westküste eine Nord-Süd-Achse zu schaffen, ebenso an der Ostküste mit Abzweig nach Houston, und von dort eine Bogen-Trasse über Kansas, Chicago und Cleveland wieder nach NY. Eine weitere Trasse könnte von Minneapolis über Chicago und Nashville nach Atlanta führen, wo wieder die Ostküsten Nord-Süd getroffen wird. Mit zwei drei Stichstrecken hätte man dann schon recht viel erschlossen, ohne gleich die große Rund über die Rocky Mountains drehen zu müssen.

Vom Ansatz her gut und verständlich. Aber über die Rockies musst du schlussendlich auch was sinnvolles anbieten.

Auf www.ushsr.com findet man einen Ansatz zu einem USA-weiten Rennbahnnetz, inklusive Querung der Rockies.
Allerdings würde ich mich auf die geplante Fertigstellung nicht verlassen.

Aphex Twin:

Und wie ist das mit dem Atlantik, muss da auch ein Tunnel gebaut werden?

Das könnte der Traum von Elon Musk sein... sprich: Hyperloop... ;)

Bevor jemand eine rund 5000 km lange Vakuumröhre (Hyperloop) von der Ost- bis zur Westküste baut, gibt es längst genügend CO₂-neutrale Kraftstoffe (Biomasse, CO₂-Abscheidung aus der Luft, Wasserstoff) die Flugzeuge tanken können.

Definiere "CO₂-neutraler Kraftstoff".
Leider ist die Verbrennung dieser Kraftstoffe ein schneller Prozess und deren Erstellung ein (zur Zeit?) langsamer Prozess. Heisst also, dass die Kraftstoffe erst CO₂-neutral sind, wenn die im selben Tempo konsumiert werden als Planet Erde sie erstellen kann. Vielleicht müssen wir Planet Erde ein bisschen dadurch helfen, dass wir Mikro-Organismen trainieren, "high-speed" CO₂ zu verarbeiten... ;)

Klar, "bio fuels" sind immerhin besser als Kerosin. Aber das ganze ähnelt auch irgendwie ein Versuch, eine 40 Grad Grippe auf 39,5 Grad zu reduzieren.

Paladin:

Auf solchen Strecken wie NYC-SFO ist es halt auch vollkommen in Ordnung, das Flugzeug zu nehmen. Wir fordern ja auch nicht direkt, dass Moskau-London als HGV Strecke realisiert wird.

Letzteres brauchen wir vermutlich nicht mehr zu fordern. Das ist die Traumvision der Chinesen.

Wichtig ist erstmal zu erschließen, was im Rahmen ist - und da ergeben HGV-Küstenverbindungen auf jeden Fall erstmal den meisten Sinn.

So ist es, vor allem wegen Bevölkerungsdichte. Auch in China sind die meisten Rennbahnen und verkehren die meisten Rennzüge in einer 500 km breiten Küstenzone. Damit verglichen sind die Strecken im Westen des Landes nur schwach nachgefragt.
USA und China sind gleich gross, aber China hat 3x soviele Einwohner und dazu auch noch Europa als Nachbar (Erweiterungspotential), während die USA von zwei Wassermassen eingeklemmt sind.

Für Verbindung der Küsten wäre vorallem HGV-Nachtverkehr interessant.

Diese Rennbahnen muss man zuerst noch bauen, bevor von HGV die Rede ist. Also vorerst mal "normaler" Nachtverkehr.

amtrak:

Wie schon erwähnt in diesen Thread ist es mit die Planologie der USA schon schwer ein OV -Netz zu bauen (Ausnahmen: z.B. NY, Chicago, S.Fr.)

Nochmal abgesehen von der Planologie: auch wenn alle Rahmenbedingungen erfüllt wären, Bill Normalamerikaner ist es nicht mehr gewöhnt, Bahn zu fahren. Die Bahn, das ist:

- ein Gütertransportmittel
- etwas für Europa wo:
-- Sprit teuer ist
-- das Leben "kompakt" ist
-- die Bevölkerungsdichte viel grösser ist
-- Umweltbewusstsein viel höher ist

Die Amtrakzüge sind ein NICHT(!) gerne gesehene Gast auf die Güterstrecken.

Ich weiss. Kaum zu glauben: so war es in China bei Jahrhundertwende auch. Also entschieden die Chinesen für "passenger dedicated lines". Kostet was, aber dann hat man auch was.
Und inzwischen sind die China-Cargobahnen auch qualitativ besser als die amerikanischen Cargobahnen.

Das wird also nur HGV oder “mitschwimmen” im Güterverkehr. Auch soll fast alles privat finanziert werden. Sogar in Kalifornien möchte man nicht einge Dollarcents pro Gallon dazubezahlen Ein völlig andere Welt als Europa, nicht nur wegen den Entfernungen.

In den USA müsste man eine solche Infra komplett neu bauen. In Vergleich zu China muss das dann auch noch:

- mit nur ein Bruchteil der CN-Menschkraft
- mit einem Vielfalt der CN-Proteste
- in einer konservativ eingestellten Politik


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum