Für einen neuen Bahnhof gibt es sehr wohl Gründe (Aktueller Betrieb)

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Dienstag, 11. Juni 2019, 16:48 (vor 156 Tagen) @ flierfy
bearbeitet von J-C, Dienstag, 11. Juni 2019, 16:48

Und zwar unterirdisch, 12 Gleise für den Fernverkehr, mit mindestens viergleisigen Zuläufen. Mal ehrlich, der Hamburg Hauptbahnhof hat keine Zukunft. Und da man nur schwer darunter noch Gleise einbauen kann, sollte man so konsequent sein, ihn zu degradieren und einen komplett neuen Hauptbahnhof zu errichten. Das wird natürlich viel Geld kosten, aber wer glaubt, dass man mit der bestehenden Infrastruktur irgendwie weiterkommt, der irrt.

Den Hamburger Hauptbahnhof kannst du nicht einfach degradieren. Erstens gibt es exakt keine Alternative zu ihm und zweitens läuft dort alles zusammen, alle S- und alle U-Bahn-Linien. Das bedeutet, dass der Umstieg zwischen dem Verkehr auf den Fernbahn-Gleise und dem städteischen Schnellbahn-Netz nirgends so gut integriert sein wird, als an dem bestehenden Standort.

Der Berliner Hbf kann mit einer U-Bahnlinie leben und hat auch nicht alle S-Bahnlinien drin.

Der Hauptbahnhof in Wien hat auch nur eine U-Bahnlinie.

Das geht alles sehr wohl, wenn man will.

Des Weiteren gibt es eigentlich auch keinen Grund, die Bahnhofs-Kapazitäten in Hamburg gross zu erweitern. Ohne einen Ausbau der Strecken im Hamburger Umland kommen ohnehin keine weiteren Züge nach Hamburg durch. Und damit meine ich vor allem das Streckennetz in Niedersachsen, welches schon heute nahe am Anschlag betrieben wird.

Schon den Deutschland-Takt geschaut? Da sind Taktverdichtungen geplant und wie willst du sie in Hamburg Hbf unterbringen?

Bei solchen Dingen muss man langfristig denken können.

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