Gerne geschehen, lieber Fahrgast... (Allgemeines Forum)

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 17.12.2018, 08:24 (vor 2670 Tagen) @ 218 466-1

Eieiei, "ICE4-Gefahr", ist der wirklich so schlimm, (hart, eng, Economy feeling)? Wundern tut es mich nicht und wenn ich das immer höre, bin ich sehr froh, den Kisten rechtzeitig entkommen zu sein.

An besagtem Tag, als der MET einen Bogen um mich machte, landete ich letztlich in einem ICE 4. Das Raumgefähl ähnlich eng wie im 411, nur mit noch weiter entferntem Wagenende, OP-Beleuchtung, Gefühlter Sitzabstand in der 1. Klasse wie früher im ICE 1 in der 2. Klasse in Originalausstattung, seibstverständlich bei deutlich unbequemeren Sitzen. Da sind selbst die nicht verstellbaren 2.-Klasse-Sitze in den HLB-Zügen hier (egal ob Lint oder VT2E, da gleiche Stühle installiert) bequemer.

Wackeleimer auf der NIM (und BRB LINT Richtung Augsburg) sind halt sehr einfach mit MNX ersetzbar gewesen , die praktisch jeweils nebeneinander zur Abfahrt bereit standen und die gerade einmal 5-10 Minuten spätere Ankunft / Frühere Abfahrt in München (ja, die ICE sind südlich von Ingolstadt trotz drei Halten weniger, dank Mischverkehr kaum schneller als MNX-RE) haben sich eh nicht auf Anschlüsse ausgewirkt. Mit dem neuen MNX gibt es auch dort ab Mitte 2019 nur noch die Wahl zw. Not und Übel weshalb ich DB nicht sehr vermisse. RP hat eh DB als m.M. bestes deutsches EVU abgelöst. ;)

Klar, je nach zu fahrender Strecke kann man auch Alternativen haben. Aber zwischen meinen zwei Heimaten gibt es eigentlich keine Alternativen, die nicht mit einem erheblichen Mehraufwand an Zeit einher gehen. Einzig die Zeit in weniger bequemen Zügen kann man minimieren, indem man einen ICE 1 bis Göttingen nimmt, und eben für "die letzte Meile" dann die einzige Möglichkeit nutzt. Allerdings bin ich kein Freund von unnötigen Umstiegen.

Über zu wenig negative Berichte kann sich DB schon lange nicht mehr beschweren...

Das ist wahr, allerdings haben so manche Schreiberlinge (die ich nicht als Journalisten bezeichnen möchte) auch Ergüsse geliefert, wo man sich fragt, ob deren einziges tatschlich stattgefundenes Bahnerlebnis mal ein Spaziergang am Bahndamm war.

Vermutlich ja, weil für defekte BÜ, gibt es ja entsprechende Regelungen, damit die trotzdem befahren werden können.

Ja, wenngleich man bei Hildesheim immer beachten muß, daß die Verbindung zwischen Himmelsthür (Ausfädelung aus der Strecke richtung Elze (Han) und Sorsum (Einfädelung in die SFS) eingleisig ist. Wenn da die Fahrzeiten arg aus dem Tritt gekommen sind und ein Zug in einer der beiden Richtungen warten muß, blockiert einer von beiden eine der beiden Strecken. Gerade wenn der Richtung Frankfurt zu spät ist, kommt der sich gerne mit dem Gegenzug ins Gehege.

Hauptsache Mutti kann die "schönen" Zahlen präsentieren.

Wenn die, die Du meinst, meine Mutti wäre, hätte ich ihr schon längst erklärt, nicht ihr Sohn zu sein. ;-)

Bei DB ist die Kriese auch Hausgemacht und existiert nicht nur "angeblich".

Abgesehen von einigen bestimmten Usern hier bestreitet ja auch keiner, daß bei der DB einiges im Argen liegt. Allerdings darf man es auch nicht ganz so schwarz malen (ist das noch politisch korrekt zu sagen?) wie manche es hier und in den Medien tun.

Wenn der FdL streikt, meldet der sich natürlich auch nicht mehr. Dass andere EVU mit hineingezogen werden ist ärgerlich. Vlt. sollten sie diese Züge doch noch fahren lassen.

Zumindest wäre es ein fairer Zug gewesen, vor Streikantritt noch einen Rundspruch (geht sowas im Bereich eines Stellwerks? Bei der Straßenbahn weiß ich, daß die Leitstelle auf Knopfdruck alle Züge einer Linie oder alle Züge auf Strecke erreichen kann, ich denke, bei der Eisenbahn wirds vergleichbares geben) zu machen "aufgrund eines Streiks ist das Stellwerk X ab jetzt bis Y Uhr außer Betrieb, es finden bis dahin keine Zugfahrten statt." Davon wäre der Zug zwar auch nicht gefahren, aber der Tf hätte seinen Fahrgästen wenigstens sagen können, daß er sicher weiß, er wird bis Y Uhr nicht fahren können.

FdL können in dem Fall zumidest eine Abmahnung riskieren. Bei Medizinischen Notfällen von Fahrgästen, auch Kopf und Kragen. Es reicht aber irgendein Bf, kann also auch ein Bbf Überholgleis im Nirgedwo sein. Es muss halt eine Ausstiegsmöglichkeit bestehen.

In meinem Fall bestand die ja, der Zug stand ja am Bahnsteig in Frankfurt Hbf. Deine Schreibweise FdL, deren Bedeutung mir bekannt ist, läßt mich schmunzeln.

Bei der GdL ist das sogar in der Streikanweisung enthalten, dass man Fahrstrassen eben wegen dringlichen Hilfszügen nicht zu blockieren hat und nur in Bf stehen bleiben darf, nicht auf der freien Strecke.

Ist ja auch sinnvoll. Es kann ja durchaus mal zu Notfällen im Zug kommen, Herzinfarkte und Schlaganfälle können ja auch völlig unverhofft auftreten. Und dann zhlt jede Sekunde.

Wie war das noch lt. Lindner? Lieber nicht fahren, als falsch fahren, oder so. Allerdings fährt DB täglich falsch.

Zum Glück ist mir echtes "Falschfahren", im Sinne von einem Zug, der ungeplant woanders hin fährt als er sollte, noch nicht vorgekommen. Spontane Umleitungen ja, aber die Fahrt Fulda - Aschaffenbug - Frankfurt aufgrund eines PU bei Gelnhausen war ja zumindest kurzfristig auch so beabsichtigt. Nur Haltausfälle a la Wolfsburg habe ich schon am eigenen Leib erlebt. Alles andere waren entweder Verspätungen oder Totalausfälle, wenngleich auch in überschaubarer Dimension.

Amtrak seht bei Stürmen der DB aber in nichts nach und kündigt auch schon am Tag vorher zumindest die cancellation der Züge an, die durch entsprechende Gebiete fahren.

Zumindest die Ecke der USA, mi der ich häufiger zu tun habe, hat aber auch eine etwas andere Definition von "Sturm" als wir. Zugegeben, die haben in der Gegend auch weniger Wald als wir, aber da ist es erst Sturm, wenn die Häuser hinterher weg sind. (Was bei den dortigen Streichholzgebäuden auch nicht schwer ist.)

Aber die Tarifverhandlungen sind ja auch da bereits gescheitert. Also könnte durchaus bereits vorher noch gestreikt werden, wenn man unbedingt wollte.

Vielleicht hat man wenigstens in der Weihnachtszeit Mitgefühl mit den Fahrgästen. ;-)

Mehr sind es bei mir i.d.R auch nicht. Bald gibt es auch hier die Triebzugvariante der bereits Lokbespannt fahrenden Dosto.

Wakeleimer bei NJ Transit nicht befüchten müssende Grüsse.

Die Amis können ja auch anständige Dostos. (Oben würde mir vermutlich trotzdem übel, aber es wäre Platz.)

In Oklahoma City immerhin jetzt den Bau einer Straßenbahnlinie und die Installation eines Stadtbusnetzes beobachtet habende Grüße
der Colaholiker

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