Antrittsfahrkarte (Fahrkarten und Angebote)

worfie, Dienstag, 29.05.2018, 22:29 (vor 2856 Tagen) @ martarosenberg

Du darfst dann nach aktueller Lage einfach umsteigen und im Zug nachlösen unter Anrechnung dessen, was Du bereits gekauft hast. Die Praxis mag wegen nur verkaufbarem Verbundtarif vor Ort anders sein, wenn es hart auf hart kommt musst Du es drauf ankommen lassen ...

Punkt 2.2, BB der DB:

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2.2 Antrittsfahrkarte Können Reisende vor Abfahrt des Zuges an
ihrem Abgangsbahnhof keine Fahrkarte zu ihrem Reiseziel erwerben,
so lösen sie je nach Verfügbarkeit an ihrem Abgangsbahnhof als
Antrittsfahrkarte entweder eine Fahrkarte „Anfangsstrecke“ oder nach
diesem Tarif eine Fahrkarte bis zu einem in Richtung auf das
Reiseziel gelegenen Bahnhof. [...]


Und das funktioniert z.B. auch in der S-Bahn Berlin, wo man (ich weiß nicht ob es sich inzwischen geändert hat) trotz üblicher DB-Automaten nur einen Bruchteil des Angebots kaufen kann/konnte und dessen Mitarbeiter oft durch Falschinformationen auffallen und teilweise nicht einmal von Neonazis zu unterscheiden sind?

(Hat jetzt nichts direkt mit dem Thema zu tun, aber überrascht war ich schon, als ich bei einer meiner letzten Fahrten mit der Berliner S-Bahn von einem Mitarbeiter kontrolliert wurde, dessen Arbeitskleidung allesamt von Marken aus der Nazi-Szene stammten. Ich habe auch noch nie einen Kontrolleur gesehen, der innerhalb von 5 Minuten von Fahrgästen so oft nach seinem Dienstausweis gefragt wurde. Ich hätte eigentlich gedacht, dass es selbst im verluderten Berlin noch ansatzweise Vorschriften gibt, aber dem scheint wohl nicht so zu sein.)

Auch abgesehen von der Berliner S-Bahn gibt es genug andere Beispiele. Ein Beispiel aus meinem früheren Arbeitsleben: Bei einer Privatbahn gab es irgendwann mal ein Exklusivrecht für Fahrkartenautomaten. Sprich, die DB Automaten sind an den exklusiv bedienten Bahnhöfen verschwunden und es gab nur die Privatbahnautomaten. Diese konnten aber keine Anfangsstrecke verkaufen, sondern nur Verbundfahrkarten und Normalpreise zu ausgewählten Zielen (keine Ahnung wie das heutzutage aussieht, wo selbst der Normalpreis keiner mehr ist). Dazu durchfuhr man mehrere Verbünde von denen u.a. der größte explizit den Fahrkartenverkauf im Zug untersagte. Und jetzt kommst du: Die Bahngesellschaft verbietet den Verkauf in den Zügen, der größte der mehreren zu durchfahrenden Verkehrsverbünde sogar explizit. Dazu kommt, dass viele Fahrgäste mit der "Antrittsfahrkarte" auch wohl nichts anfangen können.

Sorry, aber diese ganze Kleinstaaterei hat in diesen Bereichen einfach nur enorme Nachteile für alle Beteiligten.


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