Spiegel: Für knapp 15 Euro im ICE von Hamburg nach München (Fahrkarten und Angebote)

Henrik, Montag, 28.05.2018, 21:56 (vor 2855 Tagen) @ Bambalouni

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Ab August ist dafür keine Bahncard mehr nötig - beim "Flexpreis" und beim "Sparpreis".

Jährlich einen zweistelligen Millionenbetrag zusätzlich überweist die Bahn den städtischen Verkehrsbetrieben für das neue City-Ticket. "Unterm Strich kostet es nichts, denn es bringt uns mehr Fahrgäste", sagt Huber. [..]

Antwort auf die Konkurrenz Billigflieger und Flixbus

Die neuen Angebote sind eine Reaktion auf Flixbus und Billigflieger. Das gibt Huber unumwunden zu. Die Lufthansa-Tochter Eurowings baut die innerdeutschen Verbindungen aus. Auch Ryanair und Easyjet stoßen in die Lücke, die die Air-Berlin-Pleite riss.

Auch haben sich die Kunden an die günstige Alternative der Fernbusse gewöhnt und erwarten niedrigere Preise auch von der Bahn. In den letzten Jahren hat sie den durchschnittlichen Sparpreis nach eigenen Angaben um über zehn Prozent gesenkt. Der "Super Sparpreis" zielt besonders auf Junge, die stärker aufs Geld achten müssen.

Denn die Konkurrenz schläft nicht. So bietet Flixbus auch Zugtickets ab 9,99 Euro an. Noch sind es nur wenige Züge auf zwei Strecken - Berlin-Stuttgart und Hamburg Köln. Im Dezember könnten aber weitere hinzukommen, womöglich sogar auf der neuen Paradestrecke München-Berlin. "Wir gucken uns das ganz genau an", sagt Huber.

Auch die Politik treibt inzwischen die Bahn. Union und SPD fordern 280 Millionen Fahrgäste in ICE und Intercity bis 2030, fast doppelt so viele wie jetzt. "Das ist ausgesprochen sportlich", kommentierte Vorstandschef Richard Lutz unlängst. Denn das Konzernziel liegt bislang bei 180 Millionen. Letztes Jahr waren es 143 Millionen.

Buchungsplattformen sollen verknüpft werden

In zwei Wochen berät der Aufsichtsrat daher über die Bestellung zusätzlicher ICE. "Wir wollen noch stärker als bisher Auto und Flugzeug angreifen", kündigte Lutz an. Dabei profitiert die Bahn davon, dass die Spritpreise wieder steigen. Obwohl von Januar bis April viele ICE und Intercity zu spät kamen, wuchs die Fahrgastzahl schneller als im Vorjahr. 45,8 Millionen Reisende entsprachen einem Plus von 2,9 Prozent. Das lag auch an der neuen Strecke Berlin-München.

Ein Ticket für alle - das ist trotz des City-Tickets für 126 Städte noch nicht in Sicht. Aber Stadtwerke und andere kommunale Verkehrsbetriebe arbeiten daran, weil sie wie die Bahn fürchten, dass digitale Plattformen sich zwischen sie und ihre Kunden drängen.

Unter dem Titel "Mobility Inside" wollen sie ihre Buchungsplattformen verknüpfen - damit etwa ein Berliner auch in München ein U-Bahn-Ticket oder einen ICE-Fahrschein mit der vertrauten App der Berliner Verkehrsbetriebe kaufen kann, wie Oliver Wolff erläutert, der Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen. Noch läuft das Projekt, aber es sei schon jetzt "ein Husarenstück, das viele Jahre Arbeit gekostet hat", wie Wolff sagt.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/deutsche-bahn-city-ticket-auch-ohne-bahncard-a-1209...

https://bnn.de/nachrichten/wirtschaft/deutsche-bahn-weitet-city-ticket-und-super-sparpr...

https://www.n-tv.de/ratgeber/Die-Bahn-blaest-zum-Super-Preiskampf-article20453186.html

http://www.mobilityinside.de/die-initiative.aspx


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