Man kann die Hochwertigkeit auch anders definieren (Allgemeines Forum)

Sascha, FMT/FLIS/EBZ, Sonntag, 16.08.2015, 12:46 (vor 3889 Tagen) @ lokuloi

Ich denke nicht, dass das vor allem an der Topographie liegt. Gerade meine beiden Beispiele Nürnberg - Lindau oder München - Hof sind von der Topographie nicht so viel anders, als St. Gallen - Genf. Die beiden Verbindungen beinhalten auch keine 200-km/h-NBS und trotzdem sind sie schneller. Es muss also einen anderen Grund geben
für die relativ langsame Geschwindigkeit der *einzelnen Züge*: die geringen Halteabstände, die relativ großen Aufenthaltszeiten in den Knotenbahnhöfen. Beides eher typische Merkmale für Nahverkehrszüge, in denen die wenigsten Reisenden echte Fernreisende sind.

Die Aufhaltezeiten in den Knotenbahnhöfen sind eben nicht derartig groß. Wenn ich in Frankfurt Flughafen umsteigen möchte, kann es sein, dass ich eine halbe Stunde warten muss.

Dann kommt dazu, dass die Schweizer Städte wenig Einwohner haben, so dass ein reiner Quell und Zielverkehr keine Züge füllt. Daher sind wir auf Umsteigeverbindungen angewiesen. Das heisst aber auch, dass die Verweildauer im Zug zum grossen Teil unter einer Stunde liegt.

Hat man auf der Strecke Frankfurt - Basel auch. Zumindest und wenn auch nur, was die Verweildauer anbetrifft.

Aber auch das ist doch eher ein Hinweis dafür, dass die ICs eher dem Nahverkehr dienen, als den Fernverkehr. Eher dem täglichen pendeln zur Arbeit, als der Geschäfts- oder Urlaubsreise.

Ja, meinetwegen durchaus. Aber erst dadurch wird die Bahn eine Alternative. Nicht durch den reinen Urlaubsverkehr.

Der Fernverkehr der Schweiz führt zwangsläufig ins Ausland und hat meist auch 2-Stunden-Takte oder weniger, egal ob's nach Paris, Frankfurt, Wien oder Mailand geht.

Ich finde, wir bringen jetzt zu viel durcheinander - wir haben uns die ganze Zeit mit dem jeweils inländischen Vergleich aufgehalten...

De Bahn hat für die, die sie oft nützen, grosse Rabatte, in Form von Halbtax, Tageskarten, und GA.


Für die Einheimischen, ja.

Die Swiss Half Fare Card gibt es auch für nicht Einheimische.

Wobei gerade im Tourismussektor betriebswirtschaftlich unsinnige Ausnahmen gemacht werden. Die gehen aber unter Tourismusförderung im weitesten Sinne.


Also, dass die Schweizer Bahnen für Nicht-Schweizer Gelegenheitsfahrer sonderlich günstig wäre, konnte ich bisher nicht bemerken ;-).

Sparbilette? Hatten wir hier schon. Swiss Half Fare Card? Die kostet einen Bruchteil der deutschen BC50...


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