Fernverkehr an der Mosel und nach Luxemburg überschätzt (Reiseberichte)

Thalyseo, Montag, 07.07.2014, 22:35 (vor 4320 Tagen) @ Lumi25

Entweder man tut was oder man gibt auf. Mit Neigetechnik könnte man die Fahrzeit Frankfurt-Luxembourg auf unter 3 Stunden drücken wobei Koblenz-Trier ebenfalls auf 58 Minuten gedrückt werden könnte und das alles zusammen halte ich schon für eine recht attraktive Fahrzeit.

So wie im Schnitt das Gros der Fahrzeiten bis max. drei Stunden als "attraktiv" bezeichnet werden können, zumal das Beispiel Köln >< Paris (via Brüssel) eindrucksvoll zeigt, dass es nicht immer der direkte Weg sein muss.

Nun hat sich die DB jedoch für diesen entschieden - wenn auch auf der Straße. Allein durch die Anbindung Luxembourgs und Frankfurt an den jeweiligen Alternativflughafen Hahn, nebst Frankfurts Rolle als (Bahn-)Drehkreuz selbst, sehe ich hier viel eher eine Verlagerung des (schienengebundenen) IC auf die Straße (siehe analog Antwerpen >< Düsseldorf; Betreibt die DB diese Linie nicht in Kooperation mit "Voyages Emilie Weber"? Diese genießen im Großherzogtum m. W. ein hohes Ansehen.)

Das Abenteuer via. Saarbrücken tut sich keiner an da die Fernzüge dort kaum fahren und ob die Fahrgäste Lust haben demnächst mit einem LINT 81 von Saarbrücken bis Frankfurt zu fahren bezweifle ich mal.

Grundsätzlich kann ein attraktiver NV dem FV (potentiell) Konkurrenz machen. Wenn der heutige RE 12 nach Saarbrücken und/oder Luxembourg durchgezogen würde, hätten beide Städte endlich interessante Anbindungen gen Nordwesten; zumindest wenn Köln von beiden Städten aus unterhalb der 3-h-Stunden-Marke erreicht werden würde.

Ob aktive Neigetechnik zwingend notwendig wäre um die Fahrzeit Frankfurt-Luxembourg auf unter 3 Stunden zu drücken weiß ich auch nicht. Die Moselstrecke könnte in Teilen auch ohne Neigetechnik von heute 120 km/h auf 160 km/h ertüchtigt werden.

Aber gut da nichts investiert wird bleiben die Fahrzeiten weiter schlecht. Köln-Saarbrücken ist mit dem Zug z.B. einfach eine Katastrophe.

Hier hat man m. E. zu lang geschlafen und hätte die Eifelstrecke schon längst elektrifizieren sollen statt Gelder in eine Dieselneigetechnik zu stecken.


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