Seit 2002 falsche DB-Tarifstrategie? (Allgemeines Forum)

michael_seelze, Freitag, 17.01.2014, 15:17 (vor 4465 Tagen) @ sb

Das war vorhersehbar, denn seit 2002 hat die DB eine falsche Zielgruppe:

verkehrsmittel-unabhängige Preisminimierer...
(welche für jede Fahrt neu nach dem günstigsten Verkehrsmittel suchen)...

...statt eisenbahn-treue Stammkunden
(welche täglich, wöchentlich oder auch monatlich fahren, aber "ihre" Bahn für ihre Strecken nicht gegen ein anderes Verkehrsmittel tauschen wollen).

Es mag auch noch die Gruppe der bahntreuen Preisoptimierer geben.

Eine Rückbesinnung auf viele wegweisenden Ideen der Deutschen Bundesbahn der 1980er und 1990er Jahre sowie ein Erkenntisgewinn durch Lernen von der Schweiz (siehe ganz unten) könnte die Vorteil der Bahn auch tariflich wieder besser zur Geltung bringen.

Welche tariflichen Maßnahmen/Ideen waren das und wie wirtschaftlich waren sie?

- Der administrative Aufwand für die Fahrgastrechte-Bearbeitungen und Auszahlungen steigt explosionsartig aufgrund der reduzierten Reserveflotten


...und aufgrund der Zugbindung vieler vergünstigter Fahrkarten (siehe oben)! (= Bumerang-Effekt...)

FGR-Aufwand dürfte bei zuggebundenen FV-FK nicht höher sein; man kann ja auch so einen anderen Zug nutzen. Entschädigungen sollte es auch bei NP-FK geben.

- Das Produkt IC bedarf einer Neupositionierung und Kapazitätsaufstockung


Besser: Redimensionierung des IC als IC+IR...

Dazu müsste man die Regionalisierung des SPNV rückgängig machen. Unwahrscheinlich, dass das noch mal passiert.

- Insgesamt wirkt sich der bisherige Sparkurs aus, weshalb die Bahn dringend Mittel für das Business Reengineering/Wiederaufbau der Kompetenzen benötigt


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