München => Hamburg: Wo ist die Zeitersparnis durch die NIM? (Allgemeines Forum)

sappiosa, Mittwoch, 04.02.2009, 17:46 (vor 6287 Tagen) @ Rustin Parr
bearbeitet von sappiosa, Mittwoch, 04.02.2009, 17:46

Hallo Rustin,

neben dem Thema Fahrzeitpuffer ist hier noch der Laufweg zu betrachten. Lange Zeit die schnellste Verbindung von München nach Hamburg war über Augsburg und Ansbach, und m.W. alle zwei Stunden fuhr der ICE diesen Weg, also nicht über Nürnberg. Im Vergleich zu dieser Abkürzung spart die NIM tatsächlich nicht mehr als ca. 10-15 Minuten; die 30 Minuten beziehen sich auf die Fahrzeit München-Nürnberg.

Jetzt hat man also bei vergleichbarer Fahrzeit den Halt in Augsburg (ca. 260.000 EW) eingetauscht gegen Halte in Nürnberg und Ingolstadt (zusammen ca. 630.000 EW sowie größere Einzugsgebiete) plus mehr Fahrzeitpuffer.

Zugegeben: Alleine das wäre noch kein Grund gewesen, dreieinhalb Milliarden Euro in der Fränkischen Alb zu verbuddeln. In der Tat ist von den bestehenden SFS die NIM diejenige, wo ich das Kosten-Nutzen-Verhältnis besonders kritisch sehe. Eigentlich gewinnt sie erst dann richtig an Wert, wenn man auch Richtung Ostdeutschland auf Schnellfahrgleisen weiterkommt - sprich: wenn die SFS Nürnberg - Erfurt - Leipzig/Halle fertig ist. Aber genau bei der sieht die Kosten-Nutzen-Rechnung noch schlechter aus...

Schöne Grüße
Daniel (aka Sappiosa)


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