DB Regio: Bombardier und Siemens raus (Allgemeines Forum)

Sese, Dienstag, 08.11.2011, 08:34 (vor 5262 Tagen) @ NIM rocks

Meiner Meinung nach hat Bombardier einfach mehr Traxx als Siemens ES64U- und ES64F-Modelle verkauft, weil die Traxx billiger sind, in allen Belangen, was man vom fahrenden Personal so hört. Außerdem sind die Traxx immer noch deutlich schwachbrüstiger als die Siemens-Pendants.


Naja, Anfahrzugkraft haben beide 300 kN. Die Traxx, von den 145ern mal abgesehen, hat 5,6 MW und braucht sie erst ab ~75 km/h, ES 64 xy mit 6,4 MW bracht die volle Leistung erst ab ~85 km/h. Ob das für die Beförderung von stinknormalen Güterzügen wirklich ins Gewicht fällt, lasse ich mal dahin gestellt :-)


Ich dachte dabei eigentlich vor allem an die 146er, die in NRW und in und um Hannover, sowohl bei Regio als auch bei der LNVG, mit 4,6 MW Stundenleistung unterwegs sind, also 146.0 und 146.1.

Du meinst 4,2 MW :-) Einige 146 in NRW bekommen ja 5,6 MW mittels Softwareupdate. Jedenfalls kann man dann nur zustimmen, dass die Traxx schwächer ist als ein Eurosprinter, denn hier geht's ja bis 160 km/h. Allerdings: Welche Lok hätte Siemens im Angebot gehabt, die ebenfalls nur 160 km/h fährt? Alles nur bis 140 oder eben dann gleich im 200-km/h-Segment. Von daher wieder kein Wunder, dass viele zur Traxx greifen.

Hinzu kommt die Drehgestellsteuerung bei der Traxx ggü. der Einzelachssteuerung bei den Eurosprintern,die den Aufwand für die Stromrichter um den Faktor 1,5 - 2 nach oben treiben dürfte. Auch hier gilt: Wenn man das nicht unbedingt haben will - die Lok fährt auch mit Drehgestellantrieb, wenn in manchen Situationen auch schlechter - kann man sich überlegen, ob man das Geld nicht spart.


Zumindest die 186er haben Einzelachssteuerung, da habe ich mal ein interessantes Video gesehen, finde es leider nicht mehr.

Ja, stimmt, die haben das bekommen. Dürften auch die ersten nach der 101 sein ;-)

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Grüße,
Sese


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