Ballungsraumpendlerverkehr in Amerika (Allgemeines Forum)

Felix, Göttingen, Freitag, 16.09.2011, 21:21 (vor 5315 Tagen) @ Meinrad aus Kanada

Ich lebe Naehe Toronto, wo die Gegegenheiten aehnlich sind wie in den USA. Das Autobahnnetz in Grosstadtnaehe ist eigentlich ueberall ueberlastet. Hier in Toronto z.B. existiert die meistbefahrene Autobahn der Welt (Hwy 401), die suedlich des Flughafens sagenhafte 18 Fahrspuren aufweist - 9 in jeder Richtung, verteilt auf einen inneren "Express Lanes" Sektor mit 2 x 5 Fahrspuren, und aeusseren "Collector Lanes" Sektor mit 2 x 4 Fahrspuren.
Eine Spur kann etwa 1200 Autos pro Stunde verkraften, was bei der Durchschnittsbesetzung so ungefaehr 1500 Benuetzer ergibt.

Anmerkung: Wikipedia nennt übrigens eine höhere Zahl: "Typischerweise liegt die Kapazität einer Straße bei 1500 bis 2500 Fahrzeugen pro Stunde und Spur, wenn sich die Fahrzeuge mit einer Geschwindigkeit von 80-100 km/h bewegen."

Die gleichen 1500 Personen kann man in einen zusaetzlichen Dostozug packen. Bei der Autobahnerweiterung in Agglomerationen fallen irsinnige Kosten an fuer Landerwerb, Brueckenneubau, Anschlussaenderung etc. und Gewerbezonen-Verlagerung. Einen zusaetzlichen Zug vertragen eigentlich alle Doppelspurstrecken, da man hier mit der Signalisation und Zugfolge noch weit von Schweizerischem Potential entfernt ist. Eine Schienenloesung fuer Kapazitaetserweiterung ist daher sehr attraktiv, wenn man erst die Leute aus Ihren SUVs herausbringt und in die Zuege.

Woran scheitert es dann? (Ich verstehe Dich doch richtig, daß der Ballungsraumpendlerverkehr mit der Bahn in Amerika hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt?)

Ich bin auch einverstanden, daß die Bahn in Ballungsräumen viel Platz sparen kann und GUM hat auch mit dem eingesparten Parkraum recht. Nur wirbt diese amerikanische Webseite ja nicht für Ballungsraumpendlerverkehr, sondern für HGV.


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