7 Vorschläge für ein einfache(re)s Tarifsystem (Fahrkarten und Angebote)

Rustin Parr, Sonntag, 10.07.2011, 23:52 (vor 5565 Tagen) @ urlaubsexpress

Meine Vorschläge für das neue Tarifsystem, die erstmal nur die Preise an sich betreffen, sind:

#1: Senkung der Normalpreise auf 70 bis 80% des heutigen Niveaus. Der Maximalpreis sollte dann bei 100,- liegen (1. Klasse 150,-). Ich finde es schon absolut dämlich, die Normalpreise ständig anzuheben und gleichzeitig die Sparangebote auszudehnen.
#2: Abschaffung der BahnCard25 und aller Sparangebote im Fernverkehr wie Sparpreise, Sparpreis 25, Sparpreis 50, Freizeitticket, ...*
#3: Abschaffung aller Discounter/Ferrero/Kaffeerösterei-Ticketangebote. Irgendwelche Gutscheine (Rewe), die den Fahrkartenpreis um 5 oder 10 EUR senken, stellen weniger ein Problem dar, da diese auch von Stammkunden (ja, ich weiß, außer MBC 100) genutzt werden können.*
#4: Beim Kauf einer Hin- und Rückfahrt bezahlt man für die Rückfahrt 50%. Keine Zugbindung. Keine Vorkaufsfrist. Keine Kombination mit der BahnCard.
#5: Senkung des BahnCard 50-Preises auf 100,- (klassenlos: 150,-); ermäßigt jeweils die Hälfte. Die JugendBahnCard wird eine BahnCard 50.
#6: Beim Kauf einer Fahrkarte ist eine Reservierung kostenlos. Umbuchung der Reservierung gegen Gebühr. Keine Reservierungspflicht. Allein gekauft, kostet eine Reservierung pro Verbindung 2,- EUR (nicht wie bisher nur für Zug und Anschlusszug).
#7: Einführung gestaffelter Niedrigpreistickets nur für schlecht ausgelastete IC-Verbindungen: 5,- je 100km (nach Verfügbarkeit). Diese Angebot kann für 10,-/100km auf den ICE ausgedehnt werden, allerdings nur auf extrem schlecht ausgelasteten Ästen.

Warum #2 und #3 - Abschaffung aller Spartickets, mag sich der ein oder andere fragen. Nun, die Bahn konnte mir nie richtig vermitteln, dass bei den Sparangeboten die Auslastungssteuerung im Vordergrund steht. Die Werbespots vermittel(te)n den Eindruck, man könne immer für 29,- reisen. In unzähligen Zeitungsberichten haben Reisende sich darüber beschwert, dass sie "nie ein 29,- EUR-Ticket bekommen". Dabei waren die Verbindungen fast nur freitags und sonntags, möglichst noch mit ICE *kopfschüttel*. Ein Witz sind auch die Discounter-Aktionen: Tickets für 29,- oder weniger ohne Zugbindung. Das kann man weder einem Stammfahrer noch einem Schnäppchenjäger, der händeringend 29-EUR-Tickets sucht, erklären.

Regionale und touristische Angebote bleiben erhalten. Bei den internationalen Angeboten müsste man mal sehen.

Natürlich müsste diese Umstellung umfangreich beworben werden, was durch Umschichtung des Werbebudgets von Sparpreis- und ProbeBahnCard-Werbespots kostenneutral geschehen kann. Dabei sollte man zu Slogans greifen, die die freie Zugwahl hervorheben, wie:
"Ich fahre jetzt, wann ich will.";
"Ob ich jetzt fahre oder in einer Stunde, kann mir ab sofort egal sein.";
"Die Bahn ist jetzt günstiger: dauerhaft, immer verfügbar und ohne Zugbindung.";
"Der Traum aller Männer: Immer verfügbar und ohne feste Bindung. Billiger macht's keine: DIE BAHN BAHN."


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