Der erste ICE passte durch (Allgemeines Forum)

baeckerman83, Dienstag, 19.10.2010, 14:01 (vor 5691 Tagen) @ NIM rocks

Fahrt durch den Eurotunnel
Der erste ICE erreicht London

Zum ersten Mal hat ein ICE-3 der Deutschen Bahn den Eurotunnel unter dem Ärmelkanal durchquert und ist bis London gefahren. Am dortigen Bahnhof St. Pancras wird er am Nachmittag offiziell präsentiert. Zu der Feier werden neben Bahn-Chef Rüdiger Grube auch Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und die britische Vize-Verkehrsministerin Theresa Villiers erwartet.

Signal für mehr Wettbewerb

Mit der Fahrt des ICE will die Deutsche Bahn ihrem Ziel näherkommen, bis Ende 2013 Direktverbindungen zwischen Deutschland und Großbritannien anzubieten. Eine Reise zwischen den beiden wichtigsten europäischen Finanzzentren London und Frankfurt am Main wäre dann auf dem Schienenweg in weniger als fünf Stünden möglich. Damit träte die Deutsche Bahn auch als Konkurrentin für Flugverbindungen auf dieser Strecke auf.

Die Präsentation des ICE in London soll aber auch symbolisch für mehr Wettbewerb im Fernverkehr der europäischen Bahnen stehen. Mit der Verbindung nach London will die Deutsche Bahn auch der französisch dominierten Eurostar-Gesellschaft Konkurrenz machen, deren Züge bislang als einzige den Eurotunnel passieren dürfen.

Tests mit dem ICE erfolgreich

Vor dem Hintergrund der geltenden Sicherheitsvorschriften hatte die Deutsche Bahn am vergangenen Wochenende Evakuierungsübungen mit einem ICE im Eurotunnel durchgeführt. Die Tests sollen dazu beitragen, die Auflagen für den regelmäßigen Linienverkehr zu erfüllen. Bislang dürfen nur Züge mit 400 Meter Länge unter dem Ärmelkanal durchfahren. Sie müssen zudem vom ersten bis zum letzten Waggon durchgängig begehbar sein. Die Bahn will für die London-Fahrten ihre neueste ICE-Generation einsetzen. Dabei handelt es sich um zwei aneinandergekoppelte Züge mit je 200 Meter Länge. Die Entscheidung über die Zulassung der ICE-Züge liegt nun bei einer britisch-französischen Sicherheitskommission für den Eurotunnel.

Eurostar wiederum hatte auf die mögliche Konkurrenz der Bahn reagiert und für 600 Millionen Euro Züge bei Siemens bestellt. Diese könnten von London über Köln ebenfalls bis Frankfurt fahren. Die französische Regierung hatte allerdings gegen den Auftrag an die deutsche Firma protestiert. Die Züge seien nicht mit den Sicherheitsbestimmungen im Tunnel vereinbar.

Quelle: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/ice214.html

Irgendwie ist der Text im letzten Absatz etwas komisch. Laut desen haben die Franzosen nichts dagegen wenn die DB mit dem ICE durch fährt, sondern das die EUROSTAR Gesellschaft bei Siemens Züge kauft und nicht bei Alstom. Verstehe ich das so richtig?


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