IC bald generell ohne Restaurant/Bistro - Rücklick-Lob (Aktueller Betrieb)

Jogi, Donnerstag, 22.07.2010, 16:36 (vor 5920 Tagen) @ fjk

Hallo fjk,

schöne und nach wie vor Hoffnung schürende Zusammenfassung. Danke dafür.

:)

Meinst Du damit die Jahresaktionen a la "Sarah Wiener grillt ein halbes Schwein und wundert sich, dass es zerschnitten werden muss, wenn es in die lufthansigen Conveniencebeutel des DB-Bord-"restaurant"-Systems gepresst werden soll"...

Genau diese. Es ist ja definitiv attraktiver, sein Geld für Gerichte (nach Rezepten) von Sarah Lafer und wie die TV-Schnitzelwender noch alle heißen auszugeben als für einen Eintopf nach Grubescher Art.

... oder die hier vermutete Jahresaktion "Speisewagenrenovierung im Sommer mit gleichzeitiger Verhinderung von Einnahmeunterdeckungen bei Cateringbetrieb (ungleich Speiseeis) im von geizigen Großfamilien als Fahrgästen geprägten Ferienzugverkehr"?

Gibt es da keine griffige Abkürzung, so wie heute in der freien Wirtschaft üblich? ;) Ich glaube ja, dass diese toll(wütig) klingenden Akronyme aus der DDR übernommen wurden, ich erinnere an NÖSPL (auch wenn das kein Akronym ist) :-))

Ergänzung: dunkelst erinnere ich mich an einen umfänglichen Bericht in einer damaligen DB-Postille (ob die da noch "Schöne Welt" hieß) zu den ersten (?) Convenience-Versuchen im Speisewagen. Da ich schon lesen konnte, ist es nach der Quickpickepisode gewesen. Das erstaunliche Detail, an das ich mich aus dem Artikel erinnere, ist, dass der Versuch insofern abgebrochen oder modifiziert werden musste, weil die Kundschaft nun gar nicht damit zufrieden war, auf die beliebten DSG(?)-Bratkartoffeln, welche eben "frisch" zubereitet werden mussten und nicht mikrowellig hergestellt werden konnten, verzichten zu müssen. Und zumindest was ebendiese Bratkartoffeln angeht, wurde da eben auch zurückgerudert: die gab es schließlich weiterhin, wahrscheinlich aber den Rest des Menüs aus der Tüte...

*ironiemodus-an* Na super, jetzt hast Du meinen Traum zerstört. Ich dachte immer, damals, als alle Züge superpünktlich waren, als an jedem Bahnhof mindestens drei Wagen rumstanden um plötzlich auftretende Fahrgaststeigerungen aufzufangen und als Wein statt Wasser aus den WC-Wasserhähnen kam (kurz die Zeit vor der DB AG, wenn man DS-O glaubt), damals hääte es noch kulinarische Köstlichkeiten im rollenden Restaurant gegeben, die frisch zubereitet wurden. Und jetzt kommt raus, dass Draffi Durschnittsdeutscher wegen Bratkartoffeln in den Speisewagen ging... na super, die kann ich mir auch zu Hause zubereiten... :( *ironiemodus-aus*

Kleine Korrektur: die "Mikrowelle" müsste ein Steamer sein, sprich die Fertigpampe bzw. das Conveniencefoodzeugs wird mit Wasserdampf erhitzt. Stand auch in der LeseLOK *rotwerd* :))

Insofern, und auch wenn die Bratkartoffel an sich in der Mehdornmitropisierung tatsächlich verloren gegangen ist, bestehen offenbar bei der Bordgastro noch die besten Chancen, dass der "Reisendenwille" einen gewissen Einfluss auf die unternehmerischen Entscheidungen hat.

Ja, ich glaube, dass hat die DB kapiert, so dass man zumindest auf die nächsten jahre am Speisewagen (bzw. speisewagenähnlichen Konzept wie das Bistro) festhält.

fast schon abendbrotshungrig

Jetzt schon?

Grüße, Jogi


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