ITF und D-Takt gehören beerdigt! Absolut! (Allgemeines Forum)

Hustensaft, Sonntag, 01.03.2026, 15:55 (vor 4 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von Hustensaft, Sonntag, 01.03.2026, 15:57

Alles muss gleichzeitig in den Knoten, alle Bahnhofsgeschäfte sind gleichzeitig voll, so dass nicht alle Kunden bedient werden können. Danach fällt sämtliche Infrastruktur für 20/50 Minuten wieder in den Dornröschenschlaf.

Wobei der Fokus gar nicht aus den Bahnhofsgeschäften liegen sollte, sondern auf dem Umstand, dass die Bahnhofskapazitäten - (Roll)Treppen, Aufzüge und Bahnsteige sowie Brücken/Tunnel/Querbahnsteige - überhaupt nicht darauf ausgelegt sind, mithin potenziell (unfall)gefährlich und, damit Umstiege überhaupt erreicht werden können, muss zudem die Standzeit deutlich erhöht werden. Von Engpässen auf den Zu- und Ablaufstrecken (z.B. die Pfeilerbahn in Hamburg, die Hohenzollernbrücke in Köln, ...) mal ganz abgesehen, da ist der Stau schon eingeplant.

Kein Logistiker dieser Welt käme auf die Idee, freiwillig seine Kapazitäten so unterschiedlich auszulasten.

Das ist vor allem in den Bahnhöfen das Problem, auf den Strecken könnte man ja Güterverkehr laufen lassen - aber wehe, der ist, wenn der Knotenschwung kommt, nicht weg. Vom Umstand, dass gerade bei eingleisigen Strecken dann auch immer zum Knoten passend Ausweichgleise vorhanden sein müssen, ganz zu schweigen.

Und machen wir uns nix vor: die Zuverlässigkeit wird NIE so hoch sein, dass ich mich auf funktionierende Anschlüsse verlassen kann.

Absolute Zustimmung.

Also: weg mit diesem ganzen ITF-Unsinn und dem Deutschlandtakt-Gehampel. Ohnehin eine kaputte Vorstellung, der könne mal perfekt sein. Nein, kann er nie! Weil immer irgendwo gebaut wird sinnvollerweise, und so stets mal kleinräumig, mal großräumig Kompromisse und halbgare Lösungen notwendig sind.

Und vor allem, weil es immer mal irgendwelche Störungen geben wird - angefangen bei der Technik und endend bei der ärztlichen Versorgung eines Fahrgastes.

Und 'merkbare' Abfahrtszeiten braucht im Smartphonezeitalter kein Mensch.

Ohnehin ein schwachsinniges Argument: Kann man sich nur "voll" und "halb" merken? Ich habe noch nie ein Problem damit gehabt, wenn ein Zug um "53" fuhr, schwierig bis ärgerlich waren nur die Ausreißer, wenn das um ein paar Minuten in beide Richtungen variierte, das war tatsächlich schwer zu merken, zumal das bei jedem Fahrplanwechsel neu gemischt wurde. Ach ja: Dafür braucht man nicht einmal ein Smartphone ...

Nebenbei:
Man schafft Folgeprobleme, denn für eine gute Funktionalität müsste auch der Nicht-Bahn-ÖPNV angepasst werden - und das könnte noch weit problematischer werden, weil der ja keineswegs nur Zu-/Abbringer für den Bahnhof ist, aber eben keineswegs alle 10 Minuten fährt, aber auch nicht eine Viertelstunde dort stehen kann.


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