.. das würde nicht viel bringen, die Knoten sind das Problem (Allgemeines Forum)

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 01.03.2026, 02:47 (vor 5 Tagen) @ ICETreffErfurt
bearbeitet von Alibizugpaar, Sonntag, 01.03.2026, 02:51

Langsamere Geschwindigkeit bedeutet längere Fahrzeiten bedeutet im dümmsten Fall einen freien Slot im Knoten zu verpassen und noch mehr Verspätungen durch ungünstige / konfliktbehaftete Ankunftszeiten in den Knoten zu bekommen.

Kann aber auch passieren, daß für den ankommenden ICE um Schlag 12 Uhr in Hamburg Hbf kein Platz ist, sondern erst um 12:10. Und zuvor in Berlin muß er sich auch zwischen anderen Verkehren einordnen.

Ich weiß nun nicht, ob die Taktverschiebung bei den ICE Hamburg - Hannover - Kassel wirklich sein mussten, oder ob das nur ein Marketing-Gag ist. Also jetzt genau halbstündig statt bspw 20-40. Oder wie das die langen Jahre seit 1993 war. Aber Metronome des Berufsverkehrs kamen jetzt wegen der neuen ICE-Lagen nicht mehr in den Hamburger Hbf hinein.

Und auf der Berliner Stadtbahn oder im N/S-Tunnel fahren wir heute noch nicht einmal den dichten Regiotakt, den eine wachsende Metropole in sagen wir 30 Jahren dringendst braucht. Ja wohin dann das ganze Zug-Zeugs, wenn viele Regio-Linien in den Spitzen des Berufsverkehrs im 30er oder 20er Takt kommen?

Daß mancherorts viel mit einzelnen Regios zugekleistert wird, das glaube ich gern: In Göttingen geht 17:04 ein großer Metronom nach Northeim - Kreiensen - Hannover. Die Region ist dafür sehr dankbar. Um 17:10 die RB nach Paderborn auch auf dem Süd-Nord-Hauptgleis bis zum Stadtteil Weende und dann links ab in die Hecken.

Um 17:22 eine RB nach Northeim - Südharz, direkt gefolgt 17:26 von RB nach Northeim - Einbeck. Und dann nochmal um 17:49 RB nach Northeim - Südharz. Es folgt 18:09 der nächste Metronom. Alles auf der Süd-Nord-Schiene.

Zum Glück zieht die NBS allen Fernverkehr von der alten Strecke ab. Aber ich sehe in Göttingen schwere Cargos langsam ausrollen, um die kleinen Dieseltriebwagen einzeln vorzulassen. Schade, daß man die Nordhäuser, Einbecker und Harzburger VT nicht aus einem gemeinsamen Stamm flügeln kann.

Wie eng ist es da erst in den großen Bahnhöfen? Ich meine wir leben im Jahrzehnt der vielen tausend Baustellen, Umleitungen und Verspätungen, es ist jetzt überall extra eng. Und zugefahren. Drum gehen Cargos ja nicht selten auf extra verschlungene Irrfahrten. Wo man sich sehr wundert, daß die irgendwann überhaupt irgendwo ankommen.

Und dann kommt sowas wie Elze dazwischen und sprengt wieder alles auf...

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Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797


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