Verkehrsverbund Rhein-Neckar kritisiert Deutschlandticket (Allgemeines Forum)

611 040, Erfurt, Mittwoch, 15.05.2024, 04:54 (vor 15 Tagen) @ Barzahlung

Mannheim, 6. Mai 2024
Ein Jahr Deutschland-Ticket
Neue Maßstäbe im öffentlichen Nahverkehr

Ein Jahr nach der Einführung des Deutschland-Tickets zieht der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) eine gemischte Bilanz. Das Konzept einer bundesweiten Flatrate ohne Tarifgrenzen hat bei den Kunden die Erwartungen erfüllt und ist in der Öffentlichkeit zu einem Symbol für nachhaltige Mobilität in Deutschland geworden. Allerdings fehlen die dafür eingesetzten drei Milliarden Euro für den dringend notwendigen Angebotsausbau.

Mit beeindruckenden elf Millionen verkauften Abonnements und 20 Millionen Nutzern im ersten Jahr hat sich das Deutschland-Ticket schnell in Deutschland etabliert. In den ersten zwölf Monaten seit seiner Einführung hat das Deutschland-Ticket nicht nur Stammkunden überzeugt, sondern auch neue Nutzerinnen und Nutzer für den ÖPNV gewonnen: 44 Prozent der Abonnements wurden nach Angaben des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) von Wechslern aus anderen Tarifen abgeschlossen und acht Prozent von Neukunden, die zuvor selten öffentliche Verkehrsmittel genutzt haben.

„Das Deutschland-Ticket hat in nur einem Jahr gezeigt, wie hoch das Interesse und die Bereitschaft der Menschen ist, umweltfreundliche Verkehrsmittel zu nutzen. Es ist bemerkenswert zu sehen, wie das Deutschland-Ticket die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs positiv verändert hat“, macht Christian Specht, Oberbürgermeister der Stadt Mannheim und Vorsitzender des Zweckverbandes Verkehrsverbund Rhein-Neckar, im Rahmen eines Pressegesprächs anlässlich des Maimarkts Mannheim deutlich. „Allerdings zeigt sich auch, dass diese massive Tarifsubvention durch den Bund und die Länder nun dazu führt, dass weniger Mittel für die Bereitstellung des Angebotes zur Verfügung stehen. Für 2025 werden in Rheinland-Pfalz bereits Angebotskürzungen diskutiert, weil die Regionalisierungsmittel nicht mehr ausreichen werden, um die deutlich gestiegenen Kosten abdecken zu können“, so Specht weiter.

Genau das habe ich oft genug gesagt, wurde aber nur abgetan. Das Geld was für die massive Subvention ausgegeben wird fehlt für den dringend benötigten Angebotsausbau. Besonders durch die massiv gestiegene Nachfrage braucht es noch mehr Kapazität, die eben nicht mehr finanziert werden kann.
Wenn das nicht klappt kann man nicht die Nachfrage künstlich erhöhen....

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