Frage Signaltechnik: Erst rot, dann grün, dann aus - warum? (Allgemeines Forum)

BorisM, Montag, 24.05.2010, 14:15 (vor 5912 Tagen) @ Fabian318

Es gibt dann wohl diese und jene Strecken. a) wo immer dunkelgeschaltet wird, falls sich ein LZB-geführter Zug nähert und b) wo nur dann dunkel geschaltet wird, falls nicht der ganze Vollblock frei ist.

Das glaube ich eher nicht, die Dunkelschaltung erfolgt ja nicht willkürlich, sondern nur dort wo es nötig ist. Das ganze hängt mit der Rückfallebene bei Übertragungsausfall zusammen:
Wenn ein Signal dunkelgeschaltet werden soll, muss zuerst das LZB-Fahrzeuggerät darüber informiert werden, dass in diesem Bereich jetzt im Teilblockmodus gefahren wird. Erst wenn das Fahrzeug das quittiert hat, wird das Hauptsignal dunkel geschaltet.
Im Regelbetrieb ist diese Information irrelevant, im Störfall (Übertragung zum Zug gestört) aber wesentlich. Im Teilblockmodus erfolgt eine ZWangsbremsung bis zum Stillstand, der Zug braucht dann für die Weiterfahrt einen Befehl - eben weil die Signale dunkel sind.
Wenn das Fahrzeuggerät dagegen nicht im Teilblockmodus ist, ist ja gewährleistet, dass alle Hauptsignale leuchten und der Abschnitt zum nächsten Hauptsignal frei ist, hier wird nur eine Abbremsung auf eine gewisse Geschwindigkeit erzwungen, anschließend kann der Lokführer ohne Halt und ohne einen Befehl zu benötigen einfach weiterfahren.
Schon alleine deswegen wird man wohl nicht pauschal alle Signale dunkel schalten, sondern nur wenn es nötig ist.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum