IE/DE/NL: Darf Qualität im Nahverkehr Geld kosten (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 11.05.2022, 08:14 (vor 12 Tagen) @ GUM

Hallo Oscar (NL),
hallo Community,

der Beitrag ist interessant. Ich möchte die Begeisterung für eine Reduzierung der Fahrkartenpreise im S-Bahn Bereich aber nicht teilen.

Nun ist Irland nicht gleich DE oder NL. DART ist in Irland die einzige S-Bahn; in Deutschland gibt es mehrere S-Bahnsysteme; NL ist in etwa ein S-Bahnsystem (die "IC"s Eindhoven-Amsterdam fahren im selben Takt wie die Berliner Ring-S-Bahn).

Irland hat 5 Millionen Einwohner, wovon 2 Millionen in "Greater Dublin" wohnen. Sprich 40% der Bevölkerung. Nicht sicher ob die alle DART benutzen, aber nur diese 40% wird einigermassen entschädigt.
Laut Wiki ist die Bevölkerungsdichte von "urban Dublin" 1173179/318 = 3690 pro Qkm, landesweit ist diese Zahl 71,3. Etwas in mir sagt dass diese 3 Millionen bzgl. Mobilität vom Auto abhängig sind.

Nun kommt aber der neoliberale Niederländer in mir, der behauptet: "Mit einer Preissenkung der öV-Tarife werden die Fixkosten eines Autos nicht kleiner."
Frage ist aber, was man dagegen tun kann. Sprit verbilligen (so wie NL macht) hat Einfluss auf die variablen Kosten, nicht die Fixkosten.

So etwas mag vielleicht als eine Jubiläums- oder Kennenlern-Aktion richtig sein.
Aber um Haushalten bei der Inflation entgegenzukommen.
Also ich weiß nicht...

Ich sehe das ganze auch als die IE-Version des 9-Euro-Tickets. Mir wurde auch nicht klar, ob diese irische 20%-Massnahme vorübergehend ist oder nicht. Dagegen bin ich mir schon sicherer, dass es in September in DE keine 9-Euro-Tickets mehr geben wird, während Otto und Bärbel drei Monate lang Fixkosten für ihren Volkswagen abkassiert haben.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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