Gedankenspiel: öffentlicher Verkehr vs. Empathie. (Allgemeines Forum)

JanZ, Ha(n)sestadt, Dienstag, 10.05.2022, 12:57 (vor 13 Tagen) @ Oscar (NL)

Was meint Ihr dazu? Sind Öffifahrer tatsächlich empatischer als Autofahrer?

Na, ich weiß nicht. Es fängt ja schon bei der Frage an, ob die von dir genannten Punkte überhaupt unter "Empathie" fallen. Punkt 4 gehört zu mich eher zu Bequemlichkeit/Komfort und läuft daher deiner sonstigen Argumentation zuwider.
Was die Kommunikation betrifft: Ich bin eher nicht so der Typ, der viel und gerne mit fremden Menschen kommuniziert, nutze aber trotzdem gerne den ÖPNV. Das geht also auch. Wenn man die "kommunikativen" Aspekte zu stark betont, schreckt man Leute ab, die deswegen den ÖPNV nicht nutzen ("Da fahren Leute mit, die ich nie ins Auto lassen würde").
Und Empathie zeigen kann man durchaus auch im Straßenverkehr: zum Beispiel das Reißverschlussverfahren korrekt anwenden, nicht immer auf seiner Vorfahrt bestehen und natürlich anhalten, wenn jemand offensichtlich Hilfe benötigt. Und Punkt 1 kann man genauso auf Staus anwenden.

Fazit: Eine Tendenz gibt es vielleicht, aber wenn man das Ganze zu hoch hängt, klopft man sich erstens ziemlich selber auf die Schulter und schreckt zweitens Leute ab, die die postulierten Eigenschaften (vermeintlich) nicht haben.

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Im Volk, da ist sie sehr beliebt, unsere Eisenbahn,
Doch dort, wo's keine Schienen gibt, da hält sie selten an.

(EAV: Es fährt kein Zug)


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